Montag, 25. September 2017

Sonntäglich...

"Die einfachste Möglichkeit,
den Alltag von seiner Alltäglichkeit zu befreien,
ist,
ein sonntägliches Gemüt an den Tag zu legen."
 
- Ernst Ferstl -
 
 
Das beginnt vielleicht damit,
 dass Du zum Frühstück nicht nur genügend Zeit einplanst,
sondern es mit einem Sonntagsbrötchen krönst.
Funktioniert auch an einem Montag - Dienstag oder anderem Wochentag.
(schmunzel)
Bestimmt wird dir noch weiteres an "sonntäglichem" einfallen.


Sonntag, 24. September 2017

Gleichdenkend...

"Wahre Mitteilung findet nur unter Gleichgesinnten,
Gleichdenkenden statt."

- Novalis -
 
Cosmea
 
Es ist für mich interessant zu sehen,
wie ich im Laufe der Jahre mit dem Thema umgegangen bin.
Bestimmt kennst du das auch?
 
Als ich jung war,
so in der Pubertären Zeit,
glaubte ich eh,
dass mich niemand versteht.
Fühlte mich wie all die Jahre vorher sehr alleine.
 
Als ich mit 20 meinen Schatz kennenlernte,
glaubte ich den einzigen Menschen getroffen zu haben,
der mich auf der grossen weiten Welt versteht.
Wir, genau diese Welt aus den Angeln heben können.
Was wir auch taten.
 
Dann gab es Phasen mit vielen Freunden,
(Motorrad- / Rollschuh- / Hundeclub & Arbeitsfreunde,)
von denen ich glaubte, dass wir alle die selben Werte
und Gedanken hätten.
Um dann festzustellen,
dass dem nicht so ist.
Ich verabschiedete mich von den meisten
um die Türe für neue "Freunde" zu öffnen.
Bei denen es nicht anders war.
hahahaha!
 
mit 40 -
Mit dem Thema sich Beruflich auseinander gesetzt,
lernte ich,
 das gesagtes gaaaaaanz und die vermeintlichen selben Werte,
 anders beim Gegenüber ankommen können.
Obwohl es zuerst scheint als spreche man vom selben.
Als wäre alles klar.
Schliesslich wurde der zu übermittelnde Stoff ausführlich besprochen.
Doch da war ich hin und wieder auf dem falschen Dampfer.
Vor allem erkennbar,
wenn dann vom Gegenüber etwas umgesetzt werden soll,
bemerkt man plötzlich,
 dass das Selbe nicht das Gleiche,
oder das Gleiche nicht das Selbe ist.
 
Die Erfahrung lernte mich Dinge so zu erklären,
das der Spielraum beim Gegenüber nicht so viele Möglichkeiten,
zur Wandlung liess.
Oder eben ein Spektrum öffnete,
dass genau das Gegenteil zugelassen werden konnte
und die eigenen Erfahrungen zum Lehrmeister wurden.
Spannende Geschichte!
 
Privat - wurden die Freundschaften im Vergleich zu früher,
gefestigter, inniger und Gleichgesinnter.
Weniger Freunde wurde
und ist für mich das A und O.
Man versteht sich - manchmal sogar ohne Worte,
Spricht auch hier nicht immer vom selben.
Macht aber nicht,
denn die Erkenntnis,
wir sind alle Individuen wird nicht nur als Phrase genutzt,
sondern darf gelebt werden.
 
Man lässt sich leben...
mit allen Eigenheiten
dies bestimmt aus dem Grund,
weil die Freundschaft,
 eine andere Wertschätzung erfährt als früher.
Das Ego gewachsen.
 
Bei Schatz und mir --
Irgendwann begannen wir aus einer Laune heraus,
 Tea Times um 16:00h einzuführen.
(natürlich immer dann wenn er nicht arbeitet)
Oft nur für eine 1/4 Stunde.
Gespräche mit dem Satz:
"Wie siehst Du das?
"Wie empfindest du es?"
Haben es echt in sich
und sind sowas von Aufschlussreich.
Da fällt Dir plötzlich auf,
das auch hier...
verschiedene Ansichten zum selben Thema sich breit machen.
Kein Wunder,
er Mann - ich Frau!
Und dabei ist das doch der einzige Mensch der mich wirklich versteht.
So dachte ich vor 20 Jahren.
hahahaha!
 
Keine Sorge wir verstehen uns wirklich
und nach wie vor gut!
Verknüpft mit dem gemeinsamen Gespräch,
das unbedingt auch nach so vielen Jahren noch notwendig ist,
kommt man auf den selben Nenner
oder Akzeptanz,
 wenn einer von Beiden was anders interpretiert
oder anders Leben möchte.
hihihihi
 
Apropos!
Auffällig!
Wenn mich heute jemand nicht versteht,
 kratzt mich das um einiges weniger als früher.
Bestimmt wieder,
 dem über die Jahre gewachsenen Ego,
 zu verdanken.
Bei den Menschen die mir echt wichtig sind,
hake ich dann einfach nach.
Ausserdem finde ich Begegnungen von anders Denkenden
und Handelnden heute spannend.
Das regt zum Denken an
und macht das Leben bunter.
Bin nicht mehr auf der "Jagd" nach "Alle müssen sich Verstehen"
Denn schliesslich muss man nicht mit jedem Best Body sein,
um den Umgang miteinander zu pflegen.
und mal ganz ehrlich...
wenn es Situationen gibt,
 in denen ich mich nicht mal verstehe,
warum erwarte ich das dann von andern?
hahahaha!

Samstag, 23. September 2017

Steinreich...

"Alles,
was den einen Menschen interessiert,
wird auch in dem andern Anklang finden!"
 
- Johann Wolfang von Goethe -
 




Genau nach diesem Prinzip suche ich meine Geschenke für andere aus.
Ich verschenke nur was mit gefällt.
 
Da Erinnere ich mich an einen Bretagne Urlaub,
in dem wir in einer kleinen wilden Bucht,
ganz tolle Steine entdeckten.
So schienen sie uns zumindest.
Wir waren hell auf von den rund geschliffenen Exemplaren,
in verschiedener Grösse und Form,
sowie auch Farbe und Beschaffenheit begeistert.
 
Kurzum beschlossen wir unseren Freunden,
 pro Person,
 einen solchen mit nach Hause zu bringen.
Ich sagte laut den Namen
und dann suchten mein Schatz und ich nach dem passenden Stein.
So als wären die Findlinge wirklich nur gerade für diese eine Person "geboren" worden,
fanden wir Steine, welche auch wirklich nur für die eine Person gedacht waren.
Es hätte einfach nicht gepasst den Stein für S. plötzlich A. zu überreichen.
Irgendwie war es wie ein Zauber.
 
Ich weiss noch,
 unser Heimweg an diesem Nachmittag zum Ferienhaus,
 war echt beschwerlich.
Und der Steinplatz wurde zunehmend von der Flut bedeckt.
uff!
Sie wogen Tonnen - so schien es zumindest.
 
Wären wir zum Ferienende am Zoll gefilzt worden,
wären etwa ein duzend Steine zum Vorschein gekommen.
Zumal mir jemand später erzählt hat,
das dies Verboten sei.
Ich weiss es nicht?
Doch die Freude der Beschenkten war irgendwie unglaublich.
Jeder nahm seinen Stein entgegen,
als sei er etwas ganz Wertvolles.
Das unsichtbare Etikett
"Das ist dein alleiniger Stein
und ich bin ein Unikat wie Du"
schien zu wirken.
Und wir -
Schatz und ich...
wir fühlten uns als Schenkende ...
Steinreich.
 



Freitag, 22. September 2017

Grossfamilie

Nun habe ich schwarz auf weiss gelesen was ich schon immer ahnte.
"Wir fühlen uns am meisten mit den Menschen verbunden,
die uns ähneln.
Gute Freunde teilen etwa ein Prozent ihrer Gene;
dies entspricht der Verwandtschaft mit einem Grossneffen
oder einer Grossnichte.
Biologisch gesehen,
kann man also Freunde ein bisschen wie Verwandte sehen.
- Yale University -

einige meiner Freudinnen nenne ich Sister,
so wie sie mich auch.
Wie schön -
dass man sich eine Wahlverwandtschaft zulegen kann.
Und zu der Blutsschwester, so wie Nichte...
 auch noch weitere Schwestern "adoptieren" kann.
Vielleicht sollte ich auch noch einige Brüder hinzufügen.
hahahahaha!
Grossfamilie sozusagen!


Donnerstag, 21. September 2017

Geniessen...

"Lass uns wieder lernen,
den Augenblick zu geniessen,
zu nehmen,
was ist mit beiden Händen."
 
- Jochen Mariss -
 
 
Den Augenblick während dem kneten des Teiges geniessen.
Zu spüren wie die Konsistenz zwischen den Fingern geschmeidiger
und elastischer wird.
Die Vorfreude auf den Geruch der bald aus dem Ofen steigen wird.
Sich im ganzen Haus verteilen.
Das aussuchen verschiedener Körner und Sämereien
um damit jedes von ihnen einzigartig zu verzieren.
Die Freude das Gebäck aufgegangen und knusprig
aus der Hitze zu holen.
Der Genuss etwas selbst hergestelltes geniessen zu können.
 
Das und noch vieles mehr erfahre ich,
 wenn ich meine Brötchen selbst herstelle.
Es gibt sogenannte Arbeiten, die keine sind weil man sie gerne tut
Es gibt sogenannte Arbeiten die etwas Meditatives mit sich bringen
und dazu gehört für mich definitiv diese Tätigkeit dazu.
Und es gib ganz vieles das man tun kann,
bei dem man den Augenblick geniessen kann.
 
Auch schon Brötchen gemacht?
Rezepte für jeden Geschmack findest du zu Hauf im Internet.
 
 


Mittwoch, 20. September 2017

Gräser...

"Hundert kleine Freuden
sind tausendmal mehr wert als eine grosse."
 
- Johann von Kepler -
 
 
Ist das nicht hübsch wie es in die Kamera guckt?
 
Im Moment erfreue ich mich,
 mittels Kamera,
 an Aufnahmen von Gräsern.
Sie scheinen alle gleich auszusehen,
doch bei näherem betrachten,
ist jedes ein Unikum.
Genau wie bei uns Menschen.
 
Manchmal beglückt mich zusätzlich ein Besucher.

Für den Nachwuchs im nächsten Jahr ist schon gesorgt.
 
 
 


Dienstag, 19. September 2017

Ausreden...

Da sprang mir ein Spruch ins Auge,
der mich echt zum Denken animierte.
 
"Vergiss niemals wer für dich da war,
als andere nur Ausreden hatten.
 
Na klar - werde ich nie die Personen vergessen welche mir beistanden.
Egal in welcher Situation
 und da hatte ich schon einige bei denen ich auf Hilfe angewiesen war.
 
Doch...
mal ehrlich!
Warum benutzt jemand eine Ausrede?
Vielleicht weil er den Mut zur Wahrheit nicht fand.
Noch nicht auf den Geschmack gekommen ist,
wie die Freiheit der Wahrheit wirkt.
Wie toll das sein kann,
 keine Ausrede aus dem Hirn Regal holen zu müssen.
 
Vielleicht aber auch ----
Wurde noch nicht erfahren,
dass man aus dem "lieben kleinen Mädchen oder Jungen Schatten"
heraus treten kann.
Erwachsen eine Sache angehen,
ohne Angst haben zu müssen,
dass man nicht mehr gemocht wird.
Trau dich - ich garantiere dir...
Du wirst geliebt wenn du ehrlich bist.
Denn damit wissen die Leute woran sie bei dir sind.
 
Vielleicht wollte er mich aber auch nicht verletzen?
Kann ja sein?
Obwohl man sich alles sagen kann,
mit dem riesigen Spektrum an Wort und Satz Möglichkeiten,
sollte das wirklich kein Problem sein.
 
Ich für mich,
habe heraus gefunden,
dass wenn ich mit jemandem spreche,
wie ich es gerne hätte das man mit mir spricht,
dann wird alles gut.
 
Der Möglichkeiten viele...
 
Wie dem auch sei.
Wir wissen nie warum schlussendlich eine Ausrede benutzt wird.
Ich möchte deswegen niemanden mehr verurteilen,
Habe früher auch oft den Weg über die Ausrede genutzt.
Wie anstrengend sich diese zu merken.
hahahaha!
 
Heute spreche ihn oder sie an,
 oder gehe darüber hinweg,
je nach Situation.
Vor allem jedoch möchte ich in meiner Seele keine Strichliste führen,
wer, wann, wie, warum....
Auch das ist mir zu anstrengend
und nimmt mir Platz für die schöne Dinge und Gedanken,
mit denen ich meine Gefühle und meine Seele füttern möchte.
Ja genau!
Positives Seelen Futter ist angesagt.
 
Ich will kein Pinocchio sein,
deswegen stelle ich mich auf die Seite der Wahrheit.
 

Montag, 18. September 2017

Maroni...

Seit einigen Tagen führt uns unser allmorgendlicher Hundespaziergang,
 zu einer Ansammlung von wilden Kastanien Bäumen. 
Maroni - wie sie bei uns in der Schweiz genannt werden,
sind nun grade in der Abwurfzeit ihrer stacheligen Früchte.
 
 
Erst knipste ich ein paar Foto`s
(wieder mit meiner 9.95 sFR. Macro Linse - hihihihi)
und anschliessend ging es nun jeden Morgen,
 ans einsammeln der braunen runden Nüsse.
 

Wir sind so wie es schein nicht die einzigen die dort zu Gange sind.
es verweilen dort bestimmt auch Wildtiere.
denn angeknabberte Nüsse
und Hufabdrücke, sowie die Nase und das Verhalten unseres Hundes,
 bringen uns zu diesem Schluss.
 
 
Egal!
Denn jeder hat das Recht auf diesen leckeren Schmaus.
Im Laufe der letzten Tage kam genügend zusammen,
dass wir heute beschlossen sie auf irgendeine Art zu konservieren.
Nachdem einige zum backen im Ofen beiseite gelegt wurden.
Machten wir uns an die Arbeit.
Einige Rezepte aus dem Internet zusammen gewürfelt,
brachten uns zu folgender Leckerei.
 
Die braunen Nüsse zuerst wässern -
Alle die Oben schwimmen sind Wurmstichig.
Wau - es waren echt wenige darunter die nicht gut zu sein schienen.
 
Dann ein Kreuz einritzen.
Auf der gewölbten Seite.
Diese Angabe brachte einige Verwirrung,
denn war nun die Wölbung nach Aussen (so wie es Schatz machte)
oder die Wölbung nach innen (so wie ich sie ritzte) richtig.
Egal - ich kann verraten...
es funktioniert beides.
 
Anschliessend in leicht gesalzenem Wasser zwischen 30 - 45 Minuten kochen.
Dann werden sie geknackt, die Haut entfernt
und das Fleisch heraus gepuhlt.
Auch hier kann ich nun aus Erfahrung sprechen,
lass sie erst abkühlen, es geht dann wesentlich besser.
 
Unsere Ungeduld liess uns tüchtig an den heissen / warmen Maronen arbeiten.
Schatz mit einem Rüstmesser bewaffnet
und ich mit einem Kaffeelöffelstiel kratzten was das Zeug hielt,
um alles an Fruchtfleisch zu gewinnen.
 
"Was denkst Du gerade?"
Fragte ich Schatz
 
Er guckte über den Brillenrand
"jetzt gerade habe ich gedacht...
was für eine Sklavenarbeit."
 
"An was dachtest du den?"
Fragte er mich.
"Ich - wie weich dieses Maronenmehl die Finger macht.
Vielleicht sollten wir lieber eine Pflegecreme daraus machen?"
 
Wir lachten - frotzelten über die von mir,
 behauptet er, falsch eingeritzten Nüsse.
Ich behauptete natürlich das selbe im umgekehrten Fall.
Man weiss es nicht, wer nun richtig lag.
Jeder sagte von sich,
es richtig gemacht zu haben
und unser Hund ergreift (Gott lob) keine Partei.
hahaha!
Gute Taktik zu schlafen wenn Herrchen und Frauchen gewisse Dinge tun.
hahaha!
zum Beispiel Maronen einmachen!
hihihihi!
 
"Also wenn ich es mir so überlege,
dann ist es eigentlich logisch das du sie so geschnitten hast, Liebling."
Sagte Schatz plötzlich:
"Du hattest schon immer einen Hang zur Anarchie."
"Ha ha ha!
Das ich nicht lache...
ich und Anarchie - ich weiss nicht einmal was das ist."
Entgegnete ich lachend.
 
Es wurde wieder still im Raum.
Man hörte lediglich Hund,
 welcher im Schlaf tief ein und ausschnaufte.
Und das Schabgeräusch des Messers und des Löffelstiels.
 
Plötzlich hielt Schatz inne,
guckte mich an und meinte:
"sag mal - suchst du dir die schönsten und einfachsten aus?"
 
"Jaaaaa genauuuuuu!
wenn es so weiter geht,
dann sagst du noch ich hätte kaum welche geknackt."
Entgegnete ich.
 
Er: "ich habe es aber doch gesehen."
Ich: "also da frag ich mich was hier falsch läuft,
 wenn du Zeit zum gucken hast?
Die habe ich nämlich während dieser Arbeit nicht.
Zumal du als Mann - nicht zwei Dinge gleichzeitig tun kannst."
 
hahahahaha! Gelächter...
 
Endlich war das Sieb mit den gekochten Maronen abgearbeitet
und die Bröselige Massen war in einem Behälter.
 
"850gr. Masse."
sagte Schatz -
"dann braucht es 850gr. Zucker"
(ich nahm Jacutinga = Rohrzucker)
und 2 Deziliter Wasser
und vergiss die Vanille nicht.
 
Ich guckte ihn mit den Händen in die Hüfte gestemmt,
von oben bis unten an:
"Was ist den hier los."
fragte ich etwas schnippisch.
"Als würde ich das erste Mal etwas Konfitüren Artiges einkochen."
 
"Na - ich muss da schon ein bisschen ein Auge drauf werfen,
ob du alles richtig machst..."
Sagte er Spitzbübisch grinsend.
 
"Raus aus der Küche
Ich brauche keinen Aufpasser der mir über die Schulter guckt."
Entgegnete ich genau so zurück
 
"Ich habe es ja schon immer gesagt,
du bist eine Sklaventreiberin."
Mit diesen Worten verzog er sich
hahahaha!
 
Zurück zur Maronenleckerei.
Das Wasser und der Zucker mit der Vanille werden aufgekocht.
Dann das Maronen Gebrösel hineingegeben
und mit dem Stabmixer ganz fein püriert.
 
15 Minuten, unter ständigem rühren köcheln lassen.
Vorsicht Spritzgefahr - sehr heiss.
Dann in vorgewärmte, ausgewaschene Einmachgläser abfüllen.
Bei uns ergab es 6 Gläser a 240ml
Sofort verschliessen.
Kühl und dunkel lagern.
 
Das kann man nun als Brotaufstrich benutzen.
Im Internet konnte man lesen:
"Süchtig machend
und euer Esskastanien Vorrat kann darunter leiden."
 
 

Sonntag, 17. September 2017

Atmen...

"Du kannst mir den Tag nicht verderben.
Solange es Luft auf der Erde gibt
und ich atmen kann,
wird es ein guter Tag sein."
 
- Cotton Fitzsimmons -
 
Mein Gemüt blüht in Sonnengelb
 
Als wäre das Sprichwort von mir geschrieben,
dachte ich doch fast Wortgleich wie dieses von Cotton Fitzsimmons.
Streifte dann,
heute morgen,
 meinen Kompressionshandschuh,
 über den schmerzenden dicken rechten Arm
und dachte: "was für eine schöne Farbe er hat - dieses helle Blau.
So mein Lieber und nun trage ich dich Spazieren.
Egal ob du mich unangenehm eng umgibst oder nicht."
 
Was soll ich sagen...
Einmal mehr machte meine Einstellung...
Wandle das Negative ins Positive,
 eine gute Miene.
Und mein Morgen
und bestimmt auch der Nachmittag mit Abend,
werden wunderschön.
Denn ich habe Luft zum Atmen
 und so lange kann es kein schlechte Zeit werden.

Samstag, 16. September 2017

Culio

"Uff geschafft!"
Einige Sekunden vor diesem Seufzer,
 entdeckte ich am Fenster einen kleines Irgendwas,
welches in einer Endlos Schlaufe auf und ab trippelte.
 
Zu dieser Jahreszeit -
Beginn Herbst steht bei mir immer ein Glas und ein dünner Karton bereit.
Es ist die Zeit in der sich die meisten Tierchen nach Drinnen verirren.
So scheint es mir zumindest.
Orientierungslos kurven sie dann,
wie dieser kleine Kerl an irgendwelchen Scheiben oder in Vorhängen umher.
 
Diesmal ein besonders hübscher und eher seltener Besucher im Wohnzimmer.
Bei seinem Anblick entstand gleich eine gewisse Sympathie.
Denn sein süsses Gesichtchen mit den grossen Augen
und dem langen Rüsselchen, mit einer Art Gabel dran,
wirkten putzig.
 
Rasch mein Knipsapparat geholt,
entliess ich ihn dann draussen ins Freie.
Entgegen anderen Insekten oder sonstige Tierchen,
flüchtete er nicht gleich.
Es schien als wollte er seine Retterin noch einmal genau beäugen.
Posierte und hielt inne.
Zeit genug tolle Fotos von ihm zu schiessen.
 
hier noch auf meinem Karton
 
Ich wusste das es sich bei diesem Exemplar um ein Bohrer handelte.
Aber genaueres musste ich mir aus dem Internet zusammen suchen.
Na klar -
Laut Wikipedia ein Schädling.
(Familie der Rüsselkäfer - Curculionidea) 
Nur "Culio" wie ich ihn nun nannte,
würde das ganz anders sehen.
Wenn er doch nur für sich und seine Artgenossen sprechen könnte.
 
Dann setzte ich ihn auf den Gartentisch.
Irgendwann bei seiner Geburt wurde ihm gesagt,
dass er sich von jungen Früchten und Blättern ernähren soll
und ganz Wichtig...
Es wurde ihm das Talent mitgegeben,
 Haselnüsse mit einem kleinen winzigen Löchlein anzubohren.
Ist doch schon mal genial.
Wenn ich bedenke wie meine Haselnuss aussieht,
wenn ich an ihr Innenleben kommen wollte.
 
Der kleine Kerl schien zu posieren.
Nach der Löchlein Nummer legt er dort sein Ei ab.
Aus diesem, entwickelt sich ein gefrässiges Ding.
Die Nuss wird einfach mal so weggemampft.
Dick und fett entstehen aus dem Ei eine Larve.
Willis Nachkommenschaft ist gesichert.
Nachdem die Larve die Schale verlassen hat,
 um im Boden zu überwintern.
Im Frühjahr verpuppt sie sich,
 um im Sommer als neuen Generation zu schlüpfen.
Notabene mit dem selben Auftrag wie "Culio" hatte.
So passiert es Jahr um Jahr...
 
Ok! Da ist der Beweis - schwarz auf weiss!
Eindeutig ein Schädling! Wirst du sagen.
Doch siehst du das ganze in "Culios" Sinn,
dann scheint die Welt ganz anders.
Er nennt sich Schützling.
Denn hat Herr und Frau Hasel das Recht,
 überall ihre Kinder (Haselnüsse) zu verteilen?
Stell Dir vor...
Jede Nuss ein potenzieller Haselnussstrauch.
Wo kämen wir da hin?
Sagt "Culio" mit grossen Augen und ernstem Gesichtchen.
Und warum wurde ich mit diesem Arbeitsauftrag geschaffen,
wenn es keinen Nutzen hätte.
 
Also wenn man es so sieht...
Ist der kleine Kerl ein Ausgleichschaffender.
Ok - ob es jemand der seine Haselnussernte erfolgreich bestreiten möchte,
auch so sieht, sei dahin gestellt.
Zumal nachzulesen ist,
dass "Culio" und seine Verwandtschaft schwer zu bekämpfen sind.
Es sei denn man hat Hühner oder Nematoden.
 
Also - ich fand gestern die Begegnung mit "Culio Bohrer" sehr interessant
und Aufschlussreich.
Und mal ehrlich - wenn du die Bilder anguckst,
möchtest Du ihm erklären...
Das er Nichtgewollt ist - ein Schädling und mit falschem Auftrag unterwegs?
 
Später setzte ich ihn auf ein Weinblatt,
wo er einige Minuten später in seine Welt entschwand.
Ich nicht!
Weil mein Glaube,
 bei allem was ich über ihn lesen kann,
 sich nicht ändern wird,
Alles - und so auch "Culio", hat seine Seins Berechtigung
und seine Bestimmung wird nicht um sonst diese sein.
Es ist doch alles irgendwie geregelt.
Auch wenn wir 2Beiner der Spezies Mensch,
 nicht immer gleich dahinter blicken können.
 
"Culio" wurde in Freiheit entlassen
und mit wackeren Schrittchen machte er sich auf den -
seinen Weg.