Mittwoch, 31. August 2016

Frage?

"Die Schmetterlinge -

was sie wohl träumen mögen beim Flügelspreizen?"

- Chiyo-ni -

Dienstag, 30. August 2016

Gedanken spazieren...

"Geh Deinen Weg gelassen im Lärm und in der Hektik dieser Zeit,

 und behalte im Sinn den Frieden,

der in der Stille wohnt."

- Die Lebensregeln von Baltimore -
 

manchmal werden Feriensouveniere belächelt.
Doch ganz ehrlich, sie bewirken viel mehr als man denkt.
Egal ob Kitsch oder vom Materialwert wertvoller.
Es muss auch nichts gekauftes sein.
Denn es sind Erinnerungsbringer.
 
Eine ganze Zeitlang,
 führte ich in meiner Handtasche einen vom Meer rundgeschliffenen Kiesel,
 aus der Bretagne mit.
Wenn ich ihn in die Hand nahm,
 fühlte er sich nicht nur angenehm an,
sondern binnen Sekunden erschienen die Bilder vom Atlantik.
Wenn ich mich darauf einliess,
kam mit ganz viel Fantasie sogar das Gefühl auf,
das Meer riechen zu können.
 
In diesem Jahr habe ich mir einen Schlüsselanhänger gekauft.
ein Ring,
bei dem an drei kurzen Ketten,
Symbole des Landes hängen.
 
Ich weiss,
es ist Massenware...
wenigstens Made in France.
hihihi
Doch wie oben schon erwähnt,
es geht gar nicht darum wie Wertvoll etwas in der Anschaffung war.
Denn der wahre Wert,
sind die Gefühle die beim betrachten ausgelöst werden.
 
So bin ich zumindest einmal am Tag,
spätestens dann wenn ich zum Briefkasten gehe um die Post zu holen,
der Bretagne ganz nah.
Dann lass ich immer wieder mal meine Gedanken am Strand spazieren.
Hole mir die Kraft des Atlantik und die Ruhe der Landschaft.
Ach! 11:00h ich glaube der Postbote war eben an unserem Kasten?!?!
Au revoir mes amis!

Montag, 29. August 2016

Einklang...

"Wenn alles seinen richtigen Platz in unserem Geist hat,

können wir mit dem Rest der Welt in Einklang sein."

- Henri Frédéric Amiel -
 
 

Sonntag, 28. August 2016

Upcycling...

 Upcycling 
 
aus Gebrauchtem hübsches herstellen...
 
das liebe ich
und die Möglichkeiten sind Grenzenlos.
 
Bei mir im Garte hängen...
Aus Plastikbecher und PET Flasche

 
es ist schön zu sehen wie die Sonne die Farben zum strahlen bringt
und sich die Becher im Wind wiegen.

Samstag, 27. August 2016

fliegende Beeren...

Als ob auf dem Shirt meines Mannes geschrieben steht,
 
"Achtung! Nun komme ich"
 
Kann man in 8 von 10 Fällen behaupten,
dass wenn er sich an einer Kasse anstellt,
dort eine längere Wartezeit entsteht.
 
Ihn ärgert das mittlerweile,
mich amüsiert es.
Schliesse insgeheim schon im Voraus eine Wette ab,
was es denn diesmal sein wird.
Oder ob wir mal ohne Episode durchflutschen können.
 
Gröööööhl!
 
Im Repertoire der Kassenblockaden...
 
Dame vor uns hat das Gemüse nicht abgewogen,
Kassiererin muss das erst erledigen.
Oder
Bei dem Kunden vor uns funktioniert das Kartenlese Gerät nicht.
Oder
Der Kassenstreifen ist zu Ende und muss ersetzt werden.
Oder
Eine Kundin macht einen Aufstand wegen eines Prozentartikels,
 der in der Kasse nicht gespeichert scheint.
Oder
Das Wechselgeld stimmte nicht
Oder ein Umtausch mit Komplikationen
 
 im aktuellen Fall...
 
...stell dir vor...
 
Vor uns eine Kundin mit einem Grosseinkauf.
Etwa die Hälfte davon wurde schon gescannt
und liegt im Auffangbehälter zum einpacken bereit.
Ebenso wurde grade eine Plastikschale mit Heidelbeeren hineingeschubst.
"Oh!
Warten sie,
 ich mache ihnen noch rasch einen Klebstreifen um die Packung,
 damit diese nicht plötzlich in der Tasche aufgeht."
sagte die etwas mollige Kassiererin mit einem Pokerface zu der Kundin.
Diese lächelt freundlich zurück
und fasst nach der Plastikschale mit Deckel.
 
Flupps!!!
 
Dieser Griff war wohl etwas unglücklich gewählt,
denn..
als hätte eine Miniexplosion stattgefunden,
springen unzählige Heidelbeeren über die Einkäufe.
Die Kundin steht für Sekunden etwas verdattert da.
Macht dann mit einem gequälten Lächeln,
sowie einen tiefen Seufzer in Richtung der Wartekolonne.
Die Verkäuferin sagt nur:
"ohje"
dabei den Klebstreifen festhaltend 
und der Kundin beim einsammeln zuguckend.
 
Mein Mann dreht sich zu mir um
 und blickt mich an.
Verdreht die Augen.
Ein tiefer Seufzer folgt und
ich spüre förmlich wie seine Ungeduld sich zu regen beginnt.
 
Ehrlich -
ich hätte gerne der Dame bei der Heidelbeersuche in ihren Einkäufen geholfen,
doch den eh schmalen Durchgang hat sie selber mit dem Einkaufswagen blockiert.
Und ihr Gehirn war auf
"Suche Blaubeeren"
und nicht
"räum den Gang frei"
programmiert.
 
Also blieb mir nichts anderes übrig als ebenfalls zu warten und zu gucken.
Irgendwie klickt bei mir in solchen Wartephasen Automatisch eine Art
"Zuschauer in Erster Reihe in einem Theaterstück" Modus ein.
So lehnte ich mich bequem an die verchromte Führungsstange.
 
Bemerkte das es bei meinem Mann unterdessen zu kochen begann...
mmmmhhhh!
sagen wir mal auf Stufe 5.
Es dauerte und dauerte.
Komischerweise waren alle anderen Kunden hinter uns ganz ruhig.
Wahrscheinlich dachten alle das selbe wie ich:
"wie gut das es nicht mir passiert ist"
 
Nur ehrlich!
Die Kassiererin hatte wohl das Wort Kundenfreundlichkeit noch nie gehört.
Sie sass mit einem gelangweilten Hamstergesichtchen auf ihrem Drehstuhl und wartete.
Immer noch den Klebstreifen Abroller festhaltend.
 
Endlich!
Die Dame hatte nun alle Beeren wieder in der Plastikschale.
Deckel drauf und übergab diese der Verkäuferin um den -
na du weisst schon,
der Klebsteifen...
Doch dazu kam es nicht!!!
 
Flupps!
selbe Szenerie,
andere Verursacherin.
Das Hamstergesichtchen kann doch Emotionen zeigen,
dachte ich belustigt.
Denn dieses wurde knallrot und verkniff die Lippen.
Was die Beeren das erste mal geschafft hatten,
taten sie nun das 2mal genau gleich.
Alle hopsten fröhlich über die Einkäufe
und ein Teil davon sagte sich wohl...
haben wir schon gesehen.
jetzt wollen wir auch noch aufs Förderband.
 
hahahahaha!
 
Oh je!
Nein bloss nicht!
Lieber Gott,
solltest du in diesem Laden auch zuständig sein,
lass nun meinen Mann weiterhin auf kleiner Flamme maximal ne 5 kochen.
Ich hoffte inständig,
dass mein Schatz sich nun nicht hinreissen liess,
den Damen Dampf zu machen.
Ich sah seinen Nacken von hinten
und manchmal,
auch wenn du mir das nicht glaubst,
kann dieser sehr Kampfeslustig aussehen.
Im Moment sah er nach Stufe 7,
noch mit Deckel aus.
(zum Glück)
 
Ich spürte das er damit zu kämpfen hatte..
 was zu sagen oder es für sich zu behalten.
Mit dem fassen seines Armes
und dem zusammen kneifen meiner Augen,
versuchte ich ihm zu verstehen zu geben,
dass er Ruhe bewahren soll.
 
Interessant war zu beobachten,
dass obwohl mein Schatz nicht mit den Damen sprach,
trotzdem der Ungeduld Druck den er ausstrahlte
sie noch langsamer werden liess.
 
Es zog sich wie Kaugummi.
Für meinen Mann zumindest.
Ich sass ja in der ersten Reihe
einer Komödie.
Oder besser gesagt ich lehnte an der kühlen Stange.
 
Da endlich war der vermaledeite Klebstreifen um die Packung.
Ach, was sag ich...
gleich 3 ganz lange Streifen wurden drum rum geklebt.
Schliesslich waren das schon kriminelle Beeren
und an allem Schuld.
 
Die Verkäuferin tippte dann noch den Rest
und die Kundin zahlte und begann dann ihre Taschen zu packen.
 
Dann waren wir dran.
 
Etwas später im Aufzug für ins Parkhaus sagte ich:
Hey Schatz!
"Das finde ich nun echt Klasse wie Du trotz allem die Ruhe bewahrt hast
und nicht gesagt was gedacht."
 
"Was die Ruhe!"
 
erwiderte er immer noch genervt.
"Wie kann eine Firma solche Leute einstellen.
So eine unfähige Kassiererin...
und die Kundin erst..."
 
Also was soll ich sagen,
Schatz brabbelte und brabbelte
und als ich dann sagte:
"Ich bin froh ist mir das Beeren Desaster nicht passiert.
Ich sehe solche Ereignisse wie ein Theaterstück,
deswegen rege ich mich auch nicht auf!"
sagte er:
"was Theaterstück,
DIE haben mir Minuuuuten meines Lebens gestohlen,
keine von den Beiden können mir die je zurück geben.
Mit dieser Aktion haben die mich ja förmlich dazu gezwungen,
nicht nur Wartender sondern auch noch Zuseher zu sein
und das will ich nicht."
 
Da musste ich echt lachen!
So habe ich es noch nie gesehen.
"Wie wäre es denn,
 wenn du das nächste mal Gedanklich auch einen Schemel nimmst
und denkst,
super da wird mir noch was geboten fürs Warten?
Oder du zumindest nach dem Vorfall,
 dich nicht noch weitere 20 Minuten deines Lebens,
 mit dem Geschehnis beschäftigst?
Nicht so viel Aufmerksamkeit darauf gibst?"
Denn so lange redete er schon drüber
und trotzdem liess der Ärger nicht nach.
 
Wir guckten uns an und mussten herzlich lachen!
 
Unter uns!
liebe Leser...
ich bin ja schon auf weitere Kassenepisoden gespannt.
Auf solche Serien bei denen es heisst:
Achtung! Nun kommt er wieder!
 
Wobei die Beeren wussten ja nicht,
 dass diese Zeile auf Schatzes Lebensshirt steht.
die können nämlich nicht lesen.
 
hahahahahaha!
 
unsere Heidelbeeren wohnen nicht im Einkaufzentrum
 

Freitag, 26. August 2016

so ist es...

"Nehmen Sie die Menschen wie sie sind,

es gibt keine anderen."

- Konrad Adenauer -
 
 

Donnerstag, 25. August 2016

Paul...

"Manchmal schreibt der Herrgott ganz spezielle Drehbücher

und Hollywood verfilmt sie dann."

 

Ich liebe Biographien

Gestern die Geschichte von Paul Potts gesehen
und sie als sehr Eindrücklich wahrgenommen.
 
eines ist sicher...

"es lohnt im Leben Durchhaltevermögen für seine Wünsche,

Mut und Herz zu haben."

 

hier geht es zum Trailer (einfach anklicken dann sollte es klappen)
Vielleicht ein Film für einen Herbstabend in der warmen Stube?

Mittwoch, 24. August 2016

blauer Fluss...

"Wirf deine Gedanken wie Herbstblätter in einen blauen Fluss,

schau zu wie sie hineinfallen

und davon treiben,

und dann vergiss sie."

 
- Zen Weisheit -
 
 
Bist du jemand der eher was Handfestes,
etwas zum greifen braucht?
Und eine Vorstellung reicht nicht aus,
 um die Sorge
oder den schweren Gedanken über Bord zu werfen?
 
Dann nimm ein Blatt Papier,
schreib darauf was dir auf der Seele lastet
und bau dir anschliessend daraus ein Schiffchen.
Dieses lässt du nun in einem fliessenden Gewässer,
Bach oder Fluss...
davon treiben.
 
Du lässt die Schwere ziehen...
 
Die Zen Weisheit hingegen,
erinnerte mich spontan an den letzten Herbst.
Ein Herbst,
mit Laub in wunderschöner Farbgebung.
Es war für mich der Herbst der Herbste.
Bin schon sehr gespannt wie er in diesem Jahr ausfallen wird.
 
Freu mich grad darauf
und meine Kamera wartet Schussbereit auf dem Regal.
 
Buche

Weinlaub
 
 

Dienstag, 23. August 2016

Wahrheit

"Die Aufrichtigkeit ist die verletzbare Form der Wahrheit.

Sie wohnt gleich neben dem Herzen.

- Aus Tibet -
 
die Aufrichtigkeit ist eine seltene Blume,
heisse sie in meinem Lebensgarten gerne herzlich Willkommen.
Vorausgesetzt...

 

 Ich bin für Aufrichtigkeit!
 
Durfte lernen...
 
Das uns zum Glück so viele Wörter zur Verfügung stehen,
dass sich daraus die passenden Sätze formen lassen.
Aufrichtigkeit in Sätzen,
die das Gegenüber nicht vollends vor den Kopf stossen.
Gar arg verletzen.
 
Denn Geschirr ist schnell zerschlagen
und
Kleben lässt es sich nur schlecht.
Zumal die Bruchstellen immer zu sehen sind.
 
Ich denke...
 
man kann jedem alles sagen,
wenn die Achtung vor dem Gegenüber gewahrt bleibt
und die Form der Wortwahl stimmt.
 
Dann wenn Aufrichtigkeit bei den eigenen Gefühlen bleibt.
Nicht ein Anklage und Vorwürfe Gewitter daraus entsteht.
Etwas das entgleitet und zum unfassbaren Hurrikan mutiert.
 
"Wie sag ich`s meinem Kinde"
So das Sprichwort.
Meine Erkenntnis:
"so wie ich es gerne hören würde,
damit ich es annehmen kann."
 
Immer im Hinterkopf,
dass meist...
meine Wahrheit und Wahrnehmung
nicht die des Gegenüber sein muss.
Doch man kann über alles sprechen.
 
 
und manchmal...
ja manchmal,
 
so weiss ich heute...
 
darf auch geschwiegen werden.
 
Pssssst!
 
Durchatmen und abwarten.
 
Denn vieles regelt sich ganz von alleine.

Montag, 22. August 2016

Gelassenheit

Ruhige Gedanken denken,

 

Sich ruhige Bilder ausmalen,

 

Sich an ruhige Klänge erinnern.

Wie wird ihnen dann wohl zumute sein?

- aus dem kleinen Buch der Ruhe / Heyne Verlag -
 
Bilder von einem Spaziergang in der Früh.
 

Sonntag, 21. August 2016

Sonntagsdeal....

Also ich werde dir nicht helfen!!!
 
so heute morgen die Worte meines Mannes am Frühstückstisch.
Na gut!
Es ist ihm nicht zu verdenken das er leicht angesäuert ist.
Wäre ich wohl auch.
 
Aber damit du den Durchblick erhältst...
hier die ganze Geschichte.
 
Im Gepäck auf der Rückreise vom Frühjahrsurlaub,
 waren einige Metallschilder aus der Bretagne mit nach Hause genommen worden.
"Die muss ich unbedingt haben"
Meinte ich damals völlig begeistert im Touristikshop.
 
"Und?
Wo sollen die hin?"
seit Jahren die obligate Frage meines Mannes,
wenn ich was an Deko für das Haus in seinem Beisein erstehen möchte.
 
"mmmmhhhh"
ich überlegte kurz
"Na! an die schönen von Dir geschreinerten Einbauschrank Türen"
 
"Muss das sein?"
 
Merde (Mist - in Frankreich wettere ich auf Französisch)
hihihihi
nun muss ich wieder Überzeugungsarbeit leisten wenn ich diese Schilder haben möchte.
Klar könnte ich die einfach kaufen,
doch meinen Schatz einfach zu überrumpeln
oder vor vollendete Tatsachen in Punkto Einrichtung zu stellen,
das will ich nicht.
Schliesslich wohnen wir gemeinsam dort.
 
Nach langen hin und her
und einigen Argumenten und dem Versuch alles Möglich plastisch darzustellen,
verliessen wir den Laden mit 6 Schildern.
Die Motive in Fotodruck,
gemalte Land- oder Ortschaften der Bretagne.
 
Einige Wochen später.
Die Schilder lagen immer noch fein säuberlich eingepackt.
Nur wanderten sie wie von Zauberhand immer grad dort hin,
 wo mein Mann sich gerade am meisten aufhielt.
 
"Das fällt ja einem Blinden auf!"
meckerte er etwas genervt
"Du wolltest die - dann häng sie doch auf"
 
Ich kann ihm nicht absprechen,
dass er nicht recht hätte.
Doch ich mag es nicht mit Meter, Wasserwaage alles auszurichten.
Viel zu genau müsste ich dort arbeiten.
Das mache ich gerne bei Bastelarbeiten,
aber Bilder aufhängen - mmmmmhhh!
 
Mit feinem Bohrer Löchlein machen,
mit winzigen Schrauben die Schilder befestigen
und dann feststellen,
dass es doch nicht ganz gerade ist.
Unterm Strich...
 
"Schatz, Du kannst das viel Akkurater und besser"
säuselte ich.
 
An einem Regentag war es so weit.
Schatz hängte nicht gerade "Brummfrei" die Bilder auf.
Ich war Glücklich.
 
Zumindest in den ersten paar Minuten.
 
"Ooooohhhhh!
nein" 
Dachte ich
"wie sag ich es ihm nur?
das ist mir noch nie passiert!!!"
 
es gefiel mir überhaupt nicht."
 
Ich dachte es ganz leise
denn aussprechen,
das traute ich mich in dem Moment grad gar nicht.
Schatz hätte das mir nie verziehen.
Vorallem...das schlimmste an der Geschichte,
...er war davon begeistert,
 wie toll diese Schilder an dieser Naturholztüre aussahen.
 
Oh Gott - oh Gott!
Was hatte ich da angestellt?
 
Es vergingen Wochen, Monate -
jedes mal wenn ich in den Raum trat,
war der Anblick nicht hässlich,
aber es passte einfach nicht.
 
Meine Ansicht wurde dann irgendwann meinem Mann mitgeteilt.
"Es ist mir egal - die bleiben jetzt.
Oder was stellst du dir vor was man mit 24 Löcher in der Schranktüre anstellen soll?"
 
"Ach! ganz einfach - man hängt ein grosses Bild drüber"
ich glaube das war nicht der richtige Satz
und vorallem nicht die richtige Idee.
Das war aus dem weiteren Wortlaut von Schatz ganz deutlich zu vernehmen.

Er der für genaues Arbeiten steht.
Löcher in einer Schranktüre
unter einem Bild.
GEHT GAR NICHT!
 
Also war das Thema für einige Wochen gestorben.
Doch wer mich kennt...
hahahaha
 
Weiss ich kann kurzfristig auch etwas ruhen lassen,
sprich,
 für eine gewisse Zeit auch kleine Brötchen backen.
gröööööhl!

Doch!
 
Apropos Brötchen...
Heute morgen am Frühstückstisch.
meine Einleitung in eine Konversation
 
"Schatz,
und was machst du heute so?
ein Gehörloser hätte gemerkt, das da was kommt.
"Was hast du so vor"
Gegenfragen meines Liebsten mag ich nicht so,
vor allem wenn ich ganz genaue Pläne habe,
die ihm aber nicht wirklich gefallen werden.
 
"Aaaaaaalsooooo!
heute ist ein guter Tag um die Schilder zu entfernen"
Irgendwie bin ich ja noch unerschrocken,
muss ich jetzt grad feststellen.
So am Frühstückstisch...
hahahahahaha...
 
Schatzes Gesichtsausdruck überging ich einfach.
Legte dafür sehr viel Wert auf eine sichere Stimme
und einen festen Plan.
 
"Ich habe im Keller ein tolles Bild entdeckt,
dass super passt,
mein Lieblingsbild"
 
Hahahahahaha
Darum stand es nun seit Jahren im Keller.
gröhl!
 
Mein Mann überrascht mich immer wieder.
Da sagte er doch tatsächlich,
mit ruhiger Stimme.
"Gut - aber die Löcher werden Fachgerecht geschlossen
und das ohne Diskussion."
 
Mit einem von mir gedacht lieblichen Lächeln,
was wahrscheinlich doch wieder frech wirkte,
versuchte ich ihm zu vermitteln das er das doch tun könnte.
"Schliesslich hast du viel mehr Erfahrung als ich."
Wollte grad den Honigtopf auspacken...
 als Schatz nickte.
 
"ja da hast du Recht,
ich habe mehr Erfahrung.
Juhuuuuuuu! Jubelte es in mir -
ich hab ihn....
hahahaha!

...die Rechnung ohne den Wirt gemacht...
oooooooohhhhhh!
 
"aber du hast die Ideen
und das sind nicht meine"
sagte er weiter mit ruhiger Stimme
und ich sah die Felle davon schwimmen.

"So schnell gebe ich nicht auf"
Dachte ich und sagte keck 
"Dann machen wir einen Deal,
ich schliesse alle Löcher
Du kontrollierst
und wenn es gut ist,
hängst du das Lieblingsbild auf"
 
OK!

OK!
 
Also erklärte er mir wie ich es anstellen soll.
 
Ach bin ich glücklich!
Was für ein schöner Sonntag,
Der Deal wurde eingehalten.
Mein Bild hängt
und das nächste Mal überlege ich es mir im Vorfeld wirklich besser.

Und!
Ja ich weiss
es ist Sonntag.
Sonntag ist ein Ruhetag
das sagt auch mein Mann immer.

Aber sag das mal meinen Ideen. 

Die Blechschilder aus der Bretagne

Alle Schräubchen entfernen

Zahnstocher halbieren

Zahnstocher in Leim tunken und
in die Löcher stecken.

Mit Zange abknipsen
und Schrankwand sanft abschleifen.

Mein Lieblingsbild aus dem Keller.
Ist es wirklich!!!
Ich schwöre ein grosses Indianerehrenwort!
 

Samstag, 20. August 2016

Hortensienblüten

Von meinem Empfinden her,
 schlendert der Herbst mit grossen Schritten übers Land.
 
Nebelschwaden am Morgen.
Die ersten Blätter am Ahornbaum werden gelb
und
meine Hortensien haben ihre Farbe
von intensivem Rose
in ein Altrosa und ein Pastellgrün gewechselt.
An einigen Stellen sogar braun.
Verwelkt und verwirkt.
Sie verabschieden sich vom Sommer.
 
So konnte man mich heute Früh im Garten mit
 Eimer und Schere antreffen.
Schnitt hier und da...
schnippelte dort und hier...
....jedoch,
 nur an den Hortensien Sträuchern,
um anschliessend etwas zu tun,
was ich mir eigentlich gar nicht wirklich zutraute.
Doch wollte ich es nicht unversucht lassen.
 
Das Resultat:
Siehe Bildfolge
(mit klick auf das Bild wird es grösser)
 
Mit Zeitungen und Draht einen Kranz gebunden.
Anschliessend mit Haushaltpapier noch eingekleidet,
damit später beim aufhängen,
 keine unschönen Druckerschwärze Flecken an der Wand zurück bleiben.

sehen sie nicht schön aus?
ich könnte drin baden...hihihihi

Blüten im Garten gut ausgeschüttelt,
 um die Bewohner aus dem Schlaf zu wecken und zu sagen,
"Auf in ein neues Quartier"
 

2 Putzeimer voller Blüten,
 wurden fein säuberlich mit Draht auf dem Papierkranz aufgebunden.

Das Endergebnis!
hätte echt nicht gedacht dass es so toll wird.

wie passend!
und diese Farben!
Du musst doch auch sagen
ES HERBSTELT!!!

Ich liebe ihn und er hat für mich einen grossen Wert.
Ehrlich gesagt....
 das ich mich getraut habe,
 hat sich so was von gelohnt.


Freitag, 19. August 2016

Sonnengelb...

"Natur spricht eine wunderbare Sprache"

- Karl Foerster -
 
 
 
zum Beispiel in einem wunderschönen Gelb,
das an trüben Tagen die Sonne scheinen lässt
und das Gemüt erfreut.
 
Goldlack
Habichtskraut
Sonnenhut
Ringelblume


Donnerstag, 18. August 2016

Ador.

 
Es gibt unzählige Erlebnisse aus meiner Kindheit die ich nie vergessen werde.
Darunter gehören auch die längeren Aufenthalte bei meiner Taufpatin.
Diese fanden vor meiner Einschulung,
oder später in den Schulferien statt.
Aus dieser Zeit gäbe es 1000 Geschichten zu erzählen,
doch versuche ich mich heute einigermassen kurz
(hahahaha - weiss jetzt schon das ich es nicht einhalten kann)
und mit nur einem Teil zu befassen.
(uiuiuiui)
 
Ich kann nicht genau sagen für wie lange ich dort abgegeben wurde,
aber ich kann von mehreren Wochen am Stück reden,
das steht fest.
Fest steht auch,
wurde ich in meinem Dasein als kleiner,
etwas rundlicher Wanderpokal dorthin gefahren,
war meine Welt mehr als nur in Ordnung.
 
Das begann schon bei der Auffahrt zum Haus.
Es musste dazu an einer Einfahrt ein grosses Eisentor geöffnet werden,
dann mit dem Auto durch eine Allee von Äpfel- und Birnen,
Zwetschgen und Mirabellen Bäumen hoch gefahren werden
und ganz oben stand dann eine kleiner Villa.
Für mich sah diese Szenerie aus wie aus dem "Frau Holle" Märchen.
Wenn dann Tante Leonie uns noch fröhlich entgegen winkte,
war für mich alles perfekt.
Dazu brauchte es keine Federbetten mehr die geschüttelt werden mussten.
hihihihihi!
 
Links vom Haus waren Gemüsebeete zu sehen.
 So wunderschön bepflanzt und meist mit riesigen Tomaten,
wie aus einem "wie gärtnere ich richtig" Buch.
Nebendran Hasenstallungen (war halt früher so)
mit Belgischen Riesen.
Denen erzählte ich immer meine kleinen und grossen Sorgen.
Die armen!
hihihihi
 
Rechts vom Haus
 - Beerensträucher und Blumenbeete mit Sitzplatz.
Dort sassen an manchen Sonntagen nicht nur Tante und Onkel
bei Kaffee und Kuchen,
sondern auch ihre 3 Töchter mit ihren Partnern.
 (mein Lieblingsonkel Hans wurde schon in einem Blogeintrag mit dem Titel
Schutzengel 21.03.16 erwähnt)
War mein Bruder zu Besuch,
 zeigten wir an besagte Sonntagen irgend eine kleine Darbietung,
ein Tanz - ein Lied
oder eine Art Zirkusvorführung,
 bei der wir wilde Tiere oder Clown spielten.
Alle lachten und applaudierten.
Mensch war das ein Spass und so viel gute Laune.

Bat man mich als Kind das Haus und die Leute von dort zu malen.
war immer alles bunt mit viel Sonnengelb.
Die Gesichter der gemalten immer lachend,
begleitet von vielen Tiere.

Denn...

Trat man in das Haus ein,
befand man sich in einer grossen Empfangshalle.
Neben schweren Antiken Möbeln stand dort ein grosser Käfig.
Darin wohnte Fipps.
Seines Zeichens ein Totenkopfäffchen.
Fipps hatte auch hin und wieder Freigang,
war aber schwer wieder einzufangen.
Kein Wunder bei dem lautstarken Spass den wir dabei hatten.

Es sei denn.... man köderte ihn mit Karotten.
"Aber nicht zu viele, sonst muss ich mit ihm zum Arzt"
 mahnte Tante Leonie...
ne ne - keine Sorge.
Am nächsten Tag hatte Fipps dann Durchfall.
mmmmhhhh! grins!
Vielleicht doch 1 oder 2 Karotte zu viel?
Egal - schmunzel
erinnere mich nicht das Tante uns jemals geschimpft hätte.

Von der Empfangshalle ging man eine grosse breite Treppe hoch.
Meistens hörte man schon unten etwas fremdartige Laute.
Kreisch - Kreisch...
Einbrecher!!!
Schrie der grosse Ara wenn er was vernahm.
Sang dann einen Schlager,
der sich wie aus einem Grammophon Lautsprecher anhörte..
um dann als Nächstes,
 liebevoll "Küsschen - Küsschen" zu sagen.

Im nächste Moment verfiel er wieder in den Kreisch Modus
und schrie aus Leibeskräften
"Ador komm! Ador komm!

und dann kam er,
mein Freund und Kumpel Ador.
Endlich von Tante aus dem "Wartezimmer" zu meiner Begrüssung entlassen.
Er kriegte sich kaum ein
und ich mich auch.
Der bunte Vogel kreischte dazu
"Hiiiilfeee Polizei - Hiiiilfe Polizei"
Was soll ich sagen?
Es war ein Spektakel.

Apropos!
dieses "Ador komm" Spielchen ging fast den ganzen Tag über.
Der Vogel hielt Ador,
 seines Zeichens grosser schwarz brauner Hund,
 ganz schön auf Trab.
Den er gehorchte dem Vogel aufs Wort.
Schrie dieser:
"Hilfe Polizei"
rannte Ador zur Eingangstüre.
Schrie er:
Komm!
rannte er zum Käfig
 und wartete mir schräg gehaltenem Kopf auf ein neues Kommando.
Ein Befehl der aber immer der Selbe war.
Es hörte sich an als hätte eine Schallplatte einen Sprung.

Zwischendurch -
zum Beispiel nach dem Mittagessen,
wurde Coco`s Voliere mit einer Decke abgehängt.
Nun war Ruhe im Karton.
Ador bekam nun eine andere Aufgabe.
Kurzerhand wurde er zum Bodygard benannt.

Tante hielt nämlich jeden Mittag ein Schläfchen
und da ich nicht dazu zu bewegen war,
es ihr gleich zutun,
hatte sie mir irgendwann mal gezeigt,
 wie man mit Zeitungspapier
Schiffchen, einen Hut oder Blumen bastelt kann.
Sterne falten, Tüten kleben oder einfach zu malen.

Immer dabei Ador.
Liegend neben mir bekam er auch Hütchen auf,
Oder Zeitungsschühchen...
Er liess alles mit sich machen.
Bewegte ich mich allerdings weg,
folgte er mir wie ein Schatten.

Tagsüber im Garten das selbe,
wo ich war - war Ador.
Manchmal,
 schliefen wir zusammen auch einfach während des Bastelns ein.
Tante war Glücklich so einen zuverlässigen Nanny zu haben.
(Sorry! weiss nicht wie die männliche Form von Nanny heisst)

Ganz schlimm wurde es,
wenn ich nach Wochen von meinen Eltern wieder abgeholt wurde.
Ador hat sich x mal losgerissen,
aus Räumen ausgebrochen
um dann dem alten VW Käfer hinterher zu sputen.

Bei den ersten malen
Schrie Mama Papa an:
"Halt an - Ador rennt hinter her."
und Papa meinte genervt:
Ach was!
Ich geb einfach Gas!
Und drückte auf die Tube.
Unterdessen knieten mein Bruder und ich auf der Bank und riefen aus dem Rückfenster
"Hopp Ador - Hopp Ador"
Irgendwie kommt es mir nun so vor,
 als wären wir menschliche Coco`s gewesen.

An der Ampel hatte Ador uns dann eingeholt,
umrundete bellend das Auto.
Mein Vater war so was von genervt.
Machte die Autotüre auf,
klappte den Sitz um und
spedierte uns den Hund in den engen Raum.
Ich erinnere mich an einmal,
es muss das erste oder zweite mal gewesen sein,
dass Tante und mein Vater richtig Stress mit einander bekamen,
weil Ador vom hinterher rennen blutige Pfoten davon trugen.

Für den Hund wurde dann irgendwann eine dicke Eisenkette angeschafft.
Es war die,
 an welche er angehängt wurde bevor wir das "Frau Hollehaus" verliessen.
Ador heulte Herzzerreissend und ich weinte die ganze Fahrt lang.
(fast 3 Stunden)

Schnieff! Schneuz und Moment - muss rasch....

So nun geht's wieder!
irgendwie holt mich das Ganze grad wieder ein.

So!
alles wieder Paletti

Nach Ador ....und Onkel Hans Tod
kamen einige andere Hunde in Tantes Leben,
 um eine Begleiter Rolle zu spielten.
keiner mehr so gross,
so schwarz mit braun wie Ador.
Ein gut erzogener weisser Westhighland Terrier,
 lernte ich mal bei einer Stippvisite kennen.
Das Frau Holle Haus wurde verkauft
und anstelle kam eine kleine gemütliche 3 Zimmer Wohnung.

Tante meinte damals
"ach weisst du...
wenn du ein gewisses Alter hast,
muss alles klein und praktisch sein.
Manchmal ist es Dickköpfiger,
 aber Handlicher."
Damit meinte sie den weissen Puschel an ihrer Seite.


Unendlich viele Jahre waren vergangen.
Viele Jahre ohne Kontakt zu meiner Tante oder ihren Töchtern.
Warum?
Ich entsinne mich nicht.
Eines Morgens wachte ich auf
und hatte das Bedürfnis meiner Tante eine Dankesbrief zu schreiben.

Ein Danke für die Wunderschöne und Sorgenfreie Zeit damals,
in ihrem Heim,
 als ich klein war.
So tat ich es auch.
Einige Tage später klingelte das Telefon
und etwa 2 Stunden Erinnerungen wurden wie Pingpong Bälle durch die Hörer,
von Tante und mir geschoben.

"Ach! Du erinnerst dich an Ador?"
sagte sie mit einer alten Stimme.
"Das war ein feiner Kerl,
dein Beschützer...
Ich habe immer zu ihm gesagt"
erzählte sie
"pass auf das Engelein auf
und das hat er dann mit vollem Einsatz gemacht.
So einen tollen, Verrückter,
 aber auch grossen Hund hatte ich nie mehr wieder.
Ein richtiger Apparat von einem Rottweiler Rüden."

Wenige Monate nach diesem Gespräch ging Tante Leonie,
zu Onkel Hans und Ador,
bestimmt auch zu Fipps dem Äffchen
und Coco dem Schreihals,
 über die Regenbogenbrücke.

In meiner Fantasie leben sie in einem "Frau Holle" Haus,
wie es nicht schöner sein könnte,
Glücklich und zufrieden,
mit alldem,
 wie hier beschrieben.
Aber vor allem mit meinem Ador!

DANKE!
 winke-winke und wedel-wedel ins Jenseits.

 

Mittwoch, 17. August 2016

Druck ablassen...

Zwänge meiden

Wörter wie
> ich muss <
> ich darf nicht <
> ich sollte <
> ich habe keine Zeit <
setzten Sie nur unter Druck.
 
Ersetzen Sie sie in Ihre Gedanken
und in Ihrer Rede,
 durch weniger zwingende Worte wie
* ich könnte *
* ich ziehe vor *
* ich nehme mir Zeit *
 
- aus dem kleinen Buch der Ruhe / Heyne Verlag -
 
Wann hast du deinen letzten spontanen Spaziergang gemacht?

 
 
 

Dienstag, 16. August 2016

Gesundheit...

"Es gibt tausend Krankheiten,

aber nur eine Gesundheit."

- Ludwig Börne -
 
 
Warum also alles verkomplizieren?
ich mache es mir einfach
und lebe lieber unbeschwerter.
Deshalb kümmere ich mich mehr um meine Gesundheit,
 als um die Krankheiten.
 
Sieht man hier nicht förmlich die Gesundheit leuchten?
Gojibeeren aus meinem Garten.
(Foto aus meinem Archiv - weil die diesjährigen noch am erröten sind)
hihihihihi
 
 
 
 
 


Montag, 15. August 2016

Laternen...

"Erfahrungen sind wie Laternen,

die wir auf dem Rücken tragen.

Sie beleuchten den Weg,

den wir hinter uns haben.

- Konfuzius -
 
 
und...
Nachts im Laternenschein
lässt es sich gut über
- Vergangenheit
- Gegenwart und
- Zukunft sprechen.
Im Bild unser Holunderbaum,
 der mit Laternen und Kristallen behängt,
nächtliche Mystik ausstrahlt.


Sonntag, 14. August 2016

wie in jedem Jahr...

Es war wie immer...
 
Vor etwa einem Monat erhielten wir die Einladung zum alljährlichen Quartierfest...
 
Freue mich immer darüber.
Da es wirklich die einzige Möglichkeit ist,
 alle Nachbarn und Co auf einmal zu sehen.
 
gestern Abend war es dann so weit.
 
Szenerie bei uns zu Hause,
 auch wie jedes Jahr.
 
mmmmhhhh!
"ich glaube ich bleibe zu Hause"
 
mmmmhhhh!
"Dann komm ich halt mit"
 
Warum ich mich so schwer tue,
daran teilzunehmen weiss ich nicht.
Die Gesichter sind alle bekannt.
Lebe mit niemandem im Streit
und das Beste...
 
Bin ich mal dort...
 
Finde ich kaum ein Ende.
 
So auch gestern.
 
Es waren so viele Menschen da wie noch nie zuvor.
Im Laufe des Jahres wurden die Kinder selbstverständlich grösser
und wer jetzt noch zu Hause wohnt,
kam gestern mit Freundin oder Freund.
So hatten sich die Sitzbankgarnituren,
andern Jahren gegenüber irgendwie vermehrt.
 
Jeder brachte einen Salat oder einen Kuchen mit
und so entstand eine wunderbare, bunte und vielfältige Fresstheke.
Alleine die Anzahl der verschiedenen nicht zusammen passenden Schüsseln
Teller und Platten war einen Augenweide.
Interessanterweise passte dann doch alles wieder.
Es war wie die Menschen gestern Abend.
Bunt, individuell und trotzdem stimmig.
 
Der Grill war gut besucht und wie auch in jedem Jahr,
standen alle Männer dort drum herum
und waren in ihre wichtigen Gespräche vertieft.
Motorrad, Autos und guter Whiskey.
Ohne diesen zu trinken,
denn die obligate Bowle war zu haben
und verschiedene Weinflaschen an den Tischen wurden geöffnet.
 
Manch einer der Kerle war vielleicht ein bisschen neidisch,
weil nur einer an dieser Feuerstelle den Ton angab.
So stand ein mancher mit den Händen in den Hosentaschen,
als müsste er sich beherrschen,
 dem Chef Griller nicht die Zange aus der Hand zu reissen.
 
hahahahahaha!
 
Die Frauen hingegen sassen entweder auf ihrem Platz
oder schlenderten umher,
erst um sich etwas intensiver zu begrüssen
und im zweiten Zug Neuigkeiten zu erfahren.
 
Auch bei mir wurde kursiert,
Hände geschüttelt
und Küsschen gegeben.
Nach dem Wohlbefinden gefragt
und viele Komplimente für meinen Garten ausgesprochen.
Es wurde gesagt,
er sei so speziell und kreativ.
Es gäbe immer neues zu entdecken
und er sehe aus wie eine Oase.
Eine Oase an der Hauptstrasse.
 
hihihihihi
 
Ich bin ja selbst der grösste Fan meines Gartens,
wie könnte es auch anders sein.
Doch,
 dass ich damit anscheinend so vielen Menschen
damit eine Freude bereite,
daran habe ich nie gedacht.
 
Eine kleine ältere Dame,
bemängelte das sie es schade fände,
dass wir nun eine Holzwand als Abgrenzung zur Hauptstrasse hätten.
"warum habt ihr diese doofe Holzwand hin gemacht?"
so ihre Worte.
"Ich sehe ja gar nicht mehr rein".
 
So spassten ich mit ihr:
"ich kann ja für dich eine kleine Leiter
oder Treppe hin bauen,
damit du wieder eine Garten Inspektion machen kannst.
Oder wir machen am besten grad einen Hochsitz für dich.
und wenn das Geld nicht reicht,
machen wir einfach ein schönes Guckloch rein,
über dem dein Name steht."
Sie strahlte bei dem Gedanken übers ganze Gesicht.
 
Als es dunkel war und
die hübschen Teelichter auf jedem Tisch ein romantisches Licht machten,
waren wir voll im Plaudermodus.
WIR -  4 Frauen und einige Zuhörer,
 die durch meine Erzählungen,
seit einigen Minuten in Bretagne Urlaubsfeeling schwebten.
"Erzähl weiter und
 am besten schreibst du in nächster Zeit einen Reiseführer"
sagte F.
M. nickte
"au ja - der wäre bestimmt Hammer,
so wie du erzählst..."
oder noch besser meinte F.
"wir fahren doch am Besten alle dorthin,
ich muss das gesehen haben.
Ihr doch auch Mädels - oder?"
 
Mein Mann am Ende des Tisches,
 mit dem Mann von F. schon lange über Motorrad Reisen im Gespräch,
klinkte sich plötzlich ein...
"Das ist eine gute Idee"
seine Augen blitzten im Kerzenlicht
 
"Ne - ne" 
sagte F wie aus der Pistole geschossen
"so ist das nicht gedacht,
nur wir 4 hier,
wir brauchen dringend Urlaub..."
grosses Gelächter der beteiligten Frauen,
das sich etwas "Hexisch" und verschwörerisch anhörte.
Du kennst das bestimmt?
 
Wir redeten uns so richtig schön in Fahrt.
Erlebten in Gedanken die Frauenferien in den Dünen des Atlantik.
Waren im Geiste in der Markthalle des Französischen Küstenstädtchen am einkaufen.
So auch am Kochen in einem Bretonischen Fischer Haus.
"Ohne Männer"
wie F. immer wieder in Richtung Männer stichelte.
 
Als ich erzählte,
dass es dort so tolle Brocantes, Bisquiterien und Töpfereien gibt
und mich sogar mal ein Mann,
 eines Celtic Geschäftes,
 zu seiner Volkstanzgruppe einladen wollte,
erreichte das Gelächter und eine Art freudige Erwartung seinen Höhepunkt.
 
"Und?"
Wollten sie wissen
"Bist du tanzen gegangen?"
 
Von der Seite spürte ich den Blick meines Mannes.
Und bevor er aussprach was er sagen wollte...
wusste ich auch diesmal,
"Schatz! ich muss morgen Arbeiten,
wir sollten so langsam"
 
Es ist wie in jedem Jahr.
 
und weil mein Moto für jedes Jahr gilt:
wir sind zusammen gekommen,
dann gehen wir auch zusammen...
machten wir uns,
während an Tisch 7 die Limoncello Flasche die Runde machte,
 glücklich, müde und zufrieden
auf den Heimweg.
 
 
Wie in jedem Jahr!
 
Schön war`s
 
Freu mich wenn es nächstes Jahr heisst
wie in diesem Jahr
 
Quartierfeier!
 
Irgendwo da unten - wie in jedem Jahr....
 

Samstag, 13. August 2016

Zitronen...

Gibt dir das Leben Zitronen,

mach einen leckeren Saft daraus.

Dieses Sprichwort brachte mich darauf,
hier heute ein Zitronen Rezept aufzuschreiben.
 
Hahahahahaha!
 
Nur anstelle von Saft mache ich
 
hahahahahahaha!

Zitroneneiscreme

Zutaten:
- 6 grosse ausgehöhlte Zitronen
- 300 ml Sahne
- 250 g Joghurt
- 80 g Puderzucker
- Saft & Abrieb einer Zitrone
- 50 ml Limoncello (Zitronenlikör)
 
Zubereitung:
Joghurt, Puderzucker, Zitrone und Likör gut verrühren.
Sahne steif schlagen und unterheben.
Die Masse in eine Eismaschine oder
im Eisfach des Kühlschranks gefrieren lassen,
dabei öfters durchrühren.
Wenn die Eiscreme fest geworden ist,
in die ausgehöhlten Zitronen geben.
Deckel aufdrücken und
 so noch einmal 2 Stunden gefrieren lassen.
Mit Zitronenzesten
und Blättern der Zitronenpelargonie oder
 einem Minzblatt garnieren.
 
Lecker!!!
Zeit wieder einmal Gäste einzuladen?
Warum nicht zu einer Zitroneneiscreme?
 
 

Freitag, 12. August 2016

Ludwig...

"Die Hoffnung rührt mich,

 sie nährt ja die halbe Welt,

 und ich hab sie mein Lebtag zur Nachbarin gehabt,

was wäre sonst aus mir geworden."

- Ludwig van Beethoven -
 
wunderschöne Blüten ohne Hoffnung ;-)
 
Lebt nicht in uns allen mehr oder weniger Ludwig mit seiner Nachbarin,
Schwester, Tante oder Oma?
Oder wie auch immer die Hoffnung genannt werden will?
 
Stell dir vor!
 
Würden wir unsere Hoffnungen auf Zettelchen schreiben
und diese uns anheften...
...wären wir an manchen Tage bestimmt über und über voll mit Papierchen.
Beim gehen,
 hörbar flatternd im Wind.
mmmmhhhh!
 
Wie unangenehm,
immer mit einem Auge dabei,
überprüfend,
 dass ja keines davon flattert.
 
mmmmmhhhhh!
 
So habe ich heute beschlossen,
mich in Zukunft von einigen Hoffnungszettelchen zu befreien
und das eine das bleibt,
in die Tasche zu stecken.
 
mmmmmhhhhh!
 
 Beeinflussbar ist das mit der Nachbarin Hoffnung,
 sowieso nur bedingt
Ganz schnell weicht das Wort Hoffnung,
den Ansprüchen,
Vorstellungen
und
Forderungen.
3 Gesellen die oft wirklich keine guten Ratgeber sind
und mehr Verdruss und Ärger bringen
als es einem gut tut.
 
Also mache ich mich mit mehr
"Gott Vertrauen"
auf meinen Weg.
 
Er - Sie - Es
wird es richten.
und ich mich befreien!
 
Denn sind nicht all unsere Geschichten,
schon vor unserer Geburt in ein grosses Lebensbuch geschrieben?

Donnerstag, 11. August 2016

Durchatmen

"Es gibt nur einen Weg zum Glück,

 und der bedeutet,

 aufzuhören mit der Sorge um Dinge,

die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen."

- Epiket -
 
 
Los lassen damit man besser durchatmen kann...
Abchecken was kann ich bewirken oder lass ich es sein?


Mittwoch, 10. August 2016

Wolkenfahrt...

"Sonnenschein wirkt köstlich,

Regen erfrischend,

Wind aufrüttelnd,

Schnee erheiternd.

Wo bleibt da das schlechte Wetter?

- John Ruskin -
 
und Heute?
Wo die Wolkenballen wie Solarbetriebene Autos vorbeiziehen,
gucke ich in den Himmel,
stelle mir vor ich sitze sicher und weich darauf
und fahre mit ihnen
in Richtung Tessin in den warmen Süden.
 
Da spielt dann der frische (Fahrt-) Wind
 keine so gewichtige Rolle mehr.
 
ich fahre gedanklich an den Lago Maggiore.

Dienstag, 9. August 2016

Seelen Begrünung...

Heute gelesen
 bei Tanja Konnerth
(Herder Spektrum Verlag)
 

Begrünungsobjekt für die Seele:

sich auf dickes, weiches Moos legen,

das Gras streicheln

und ein Gespräch von Mensch zu Baum führen.

 
und Schwupps!
war ich in Gedanken im Wald
 



 

Montag, 8. August 2016

Palisander, Indien und Co.

Das muss ich dir erzählen.

Komme grad von Draussen rein.
Habe im Garten Plastik ausgelegt und
mit Lasur begonnen ein "Schätzchen" zu streichen.
 
Wenn du sehen würdest was ich mein "Schätzchen" nenne,
würdest du Dich darüber vielleicht wundern.
 
Aber manchmal bekommen Dinge durch eine Begebenheit eine ganz besondere Bedeutung.
 
So erzählte ich meinem Mann vor etwa über einem Jahr,
das es mir gefallen würde beim Sitzplatz mit dem Boden aus Holzplanken,
dort wo mein Shaolin Mönch sitzt,
eine Holzwand an die Grundstücksgrenze zu stellen.
Es würde uns etwas mehr das Gefühl von Rückzug geben.
 
In meinem Kopf sah ich alles schon perfekt hergerichtet.
Nur mein Mann war davon erst nicht sonderlich begeistert.
 
Seit Jahren weiss ich,
dass ich meine Ideen nur noch Portionenweise an ihn abgeben darf
und wenn,
ihm dann Zeit lassen muss,
sich darüber auch ein Bild machen zu können.
 
Zu erwähnen ist,
Meine Ideen sprudeln Tag und Nacht.
Ehrlich -
sogar im Schlaf träume ich von Dingen die ich tun könnte.
Trotz allem darf ich meinen Mann damit nicht immer überfallen.
 
Im Falle der Holzwand befand er nach einer für mich gefühlt laaaaaangen Zeit,
Hihihihihihi
das er sich das gut vorstellen könne.
 
Doch wie das Leben so spielt,
waren andere Anschaffungen einfach wichtiger
und eine gute Qualität von dem Besagten nicht gerade Kostengünstig.
Also musste diese Anschaffung warten.
 
Vor etwa 2 Monaten erzählte mir eine liebe Freundin,
sie hätte sich ein Häuschen gekauft und ich sei herzlich eingeladen,
dies zu besichtigen.
 
Eines Tages,
nahm ich dann dieses Angebot an und gerade zusammen unterwegs,
machten wir einen Abstecher zum baldigen,
neuen Zuhause.
Sie erzählte,
sie hätte dort keinen Garten,
nur eine kleine betonierte Sitzfläche hinter dem Haus.
Diese wolle sie umgestalten und dann
evt. auch solche Gemüsepflanztröge aufstellen,
wie wir sie an der Hauswand hätten.
So käme sie auch zu ein wenig eigenem Salat, Radieschen und anderem.
 
Eine Eigenheit von mir ist,
das ich wo auch immer zu Gast,
ich unbedingt den Blick aus den Fenstern geniessen muss.
 
und so kam es,
 
"Hey!"
Rief ich meiner Freundin zu.
"Da unten stehen genau solche Holzwände,
 wie ich sie mir für unseren Sitzplatz wünsche."
 
"Ach was?"
meinte sie
"ich hab mir schon überlegt wie ich die entferne,
weil ich möchte die nicht."
 
Waaaaaas?
meine Reaktion
und bevor ich weiter denken konnte,
sagte sie;
"Du kannst die haben,
sie sind etwa 4 Jahre alt und noch gut im Schuss."
 
Waaaaaas?
Ehrlich?!?!
ich musste sie drücken.
Unter uns,
 am liebsten hätte ich sie in dem Moment nicht mehr losgelassen.
Ein Jubelschrei war inklusive.
 
Schnell machte ich mit dem Handy ein Foto
und zeigte das zu Hause voller Freude meinem Mann.
Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass und sowieso...
 
"Ok!"
 sagte er mit einem Gesichtsausdruck der schwer zu deuten war.
"Wir müssen aber gucken ob die passen
und wie wir die transportieren?"
 
"Ohje!"
Mit solchen Aussagen wurde schon so manche Idee in den Wind geblasen.
Manchmal war es ok, manchmal auch nicht.
In diesem Fall wäre es sehr ....
ich sage nun keine Unwort...
aber du weisst was ich meine...?
 
Einige Tage später - wir sassen mit Freunden im Garten,
bei einem kühlen Getränk.
Erzählten uns das Neueste
und nachdem die Themen Motorrad, Job und Tratsch durch waren,
erzählte ich von dem "Zufallsfund" dieser Holzwände
und dem Grosszügigen Angebot der Freundin.
 
Mein Mann:
"nur wer die dort demontiert,
transportiert und bei uns montiert...
das ist noch nicht klar."
 
"Ach! weisst du"
sagte da A.,
 unser Freund
"ich kenne da Jemanden,
der hat sich ganz neu einen Anhänger fürs Auto gekauft
und dieser Jemand hat auch noch zwei gesunde Hände
 und da er Rentner ist,
auch noch Zeit."
Dabei lachte er wie ein Maienkäfer.
 
So kam es,
das nun diese Holzwände bei uns stehen.
Nach dem Ausmessen,
war klar...
die passen wie die Faust aufs Auge.
Auf den Zentimeter genau!
Man hätte es nicht besser machen können.
 
und...
ein Teil davon habe ich schon von der Witterungsschicht mittels Kärcher befreit.
Apropos!
Ich liebe Kärchern -
auch wenn ich immer von oben bis unten nass bin.
Oder eben genau deswegen.
Und weil alles innert kurzer Zeit so schön sauber wird.
So habe ich heute,
die erste Wand dunkel
- in Palisander Lasur -
aufgehübscht.
 
Weiss du wie toll das dann aussieht,
wenn dann bunter Tücher,
in Indischen Farben,
Gelb, Orange, Pink, Türkis und Grün
 im Wind auf diesem in dunkler Lasur gehaltenen Sitzplatz flattern.
 
Aber HALT!
Das ist ja schon die nächste Idee...
darüber ein andermal mehr!
 
Um es nicht zu vergessen
und das es hiermit Amtlich ist.
Meine Freundin erhält dafür,
 ein von uns gebauten Pflanztrog.
Auch Pflanztisch genannt.
 
Denn wie heisst es so schön,
eine Hand wäscht die andere...
oder in dem Falle
ein erfüllter Wunsch bringt einen weiteren erfüllten!
 
Lieber Shaolin - schon Bald sitzt du in Palisander,
mit flatternden bunten Tücher im Wind
und einer glücklichen, kleinen, dicken Frau!