Montag, 31. Oktober 2016

Träume

"Ich schulde meinen Träumen noch Leben."

- Graffito -
 
 
Meine Träume und Ideen,
 in den buntesten Farben auszumalen das macht mir viel Spass.
Noch mehr Spass macht dann das Umsetzen.
Auch wenn es manchmal etwas Mut oder Kraft dazu braucht.
Die Energie welche beim Gelingen freigesetzt wird,
ist es allemal wert.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Orangefarben...

Vor zirka 4 Jahren,
 habe ich 2 Töpfe mit Astern,
 in einem kleinen Blumenladen meines Vertrauens gekauft.
Man gab mir den Hinweis das diese Mehrjährig seien
und man sie auch in den Garten auspflanzen könne.
Kurz darauf stand plötzlich ein blauer Tontopf vor meiner Haustüre.
Eine SMS Mittelung löste das Rätsel:
"Hallo meine Liebe,
denke du kannst den brauchen.
Warst nicht zu Hause.
Deswegen vor Türe deponiert.
Liebe Grüsse Chr."
 
 
Ich liebe blaue Töpfe und
Juhuuuuu!
nun hatte ich fast zwei Identische.
 
Kurzer Hand wurden die Astern,
immer noch in Blüte,
 trotz Nachtfrost,
 in diese Töpfe gesetzt.
Sie blühten in diesem Jahr,
 zum Erstaunen meiner Nachbarn,
Psst - denen nichts entgeht, hihihihi
extrem lange.
 
Abgeblüht,
liess ich sie einfach den Winter über stehen.
Obwohl mein Nachbar mich drauf hinwies,
ich müsse diese zurückschneiden.
"Ne - ne!
mach ich nicht.
Weil wenn du die freie Natur ansiehst,
schneidet dort vor dem Winter auch niemand irgend etwas."
Obwohl mein Argument mir Logisch erschien,
er fand diese Einstellung komisch.
Denn schliesslich...
Und nun kam der berühmte Satz den ich so gar nicht mag.
"Man hat das schon immer so gemacht"
 
"Ich muss gar nichts!
Höre auf mein Herz und meinen Bauch
 und der ist goss genug,
 dass ich für mich,
 die richtige Entscheidung treffe."
sagte ich ihm lachend
 und klopfte dabei auf meinen Bauch.
 
Na gut!
der Winter kam mit Eis und Schnee,
so wie es eben sein sollte.
Doch für mich halt trotzdem sehr überraschend.
Weil ehrlich Leute - die Zeit rennt einfach so!
 
Uuuups!
Oh neeeeee!¨
ich hatte total vergessen diese Beiden Töpfe einzupacken.
Ihnen einen Kälteschutz zu geben.
 
"Ja nu!
sagte ich etwas traurig zu meinem Mann
"Dann sind sie halt über den Jordan,
ich kann`s nicht ändern"
schnieff!
 
Der Frühling kam und
 ich begann wieder im Garten zu werkeln.
Ging bestimmt 100 mal an diesen Töpfen vorbei,
ohne einen Blick darauf zu werfen.
Auf meiner Prioritäten Liste stand nämlich ganz weit unten
- Entsorgen der Astern
Also ehrlich gesagt,
mmmmhhhh!
nicht gerade meine Lieblingsdisziplin.
 
Aber eines Tages war es dann so weit.
meine Tätigkeiten waren abgearbeitet
und ewig davor drücken ....
nicht meine Art.
 
Hey!
was ist denn das?
in beiden Töpfen standen grüne Stängelchen mit kleinen Blättchen.
Juhuuuuu!
Wenn du so gepolt bist wie ich,
dann ist in so einer Situation,
 ein Freunden Tänzchen garantiert.
 
Meinem Mann wurde sofort ein Bild ins Geschäft gesendet.
Kein Mitleid Bitte!
Er ist es gewohnt.
hahahahaha
und freut sich meist mit mir.
 
Nun war der Zeitpunkt reif,
 die langen dürren Stängel abzuschneiden.
diese hatten sich durch die Last des Schnees,
etwas krumm gelegt - so Mikadoartig
und damit wie eine Art Winterschutz gebildet.
 
So regelt das die Natur.
Ohne das wir im Herbst,
 überall mit der Schere rumfuchteln müssen.
 
Die Geschichte meiner Astern,
erzählte ich auch im Blumenladen.
Zeigte dort im kommenden Herbst ein Foto.
Weil sie es mir nicht wirklich glauben konnten.
Zu sehen - die wunderschönen kugeligen Blüten,
welche wieder in ihrem typischen Orange strahlten.
 
"Das kann nicht sein!"
sagte die Dame dort
"das glaub ich kaum.
Das sie wieder wachsen,
das kann ja schon Möglich sein,
aber das sie wieder wie kleine Kugelbüsche aussehen...
das ist wirklich nicht üblich.
Normalerweise,
kommen dann nur noch einzelne Blüten
und dann sieht es eher etwas wild und unordentlich aus.
Etwas gestrupft.
auf keinen Fall so hübsch!
Also wenn alle Kunden so wären wie sie,
dann hätten wir Umsatz....."
Sie beendete den Satz nicht.
Hahahahaha!
 
Was soll ich sagen.
Die Astern bekommen regelmässig Wasser.
Dafür vergesse ich praktisch immer das empfohlene düngen.
Hab mal etwas Kompost mit Erde nachgefüllt.
Sie stehen immer am selben Ort.
Im Sommer sehr sonnig
und die zwei blühen Jahr um Jahr im Herbst um die Wette.
Ich liebe sie
und kann mir diesen Platz ohne,
 gar nicht mehr vorstellen.
 
Hab nun grad das Gefühl...
dass es an der Zeit ist,
ihnen Namen zu geben.
Hahhahahaha.
 
Und mein Nachbar?
Er ruft mir jedes Jahr über den Zaun...
"die Orangefarbenen sind aber besonders schön.
Hast Du die neu gekauft?"

Samstag, 29. Oktober 2016

Fairytaile (4)

Sie war hin und her gerissen.
Das Misstrauen,
geschürt aus früheren Erlebnissen,
liess sie zweifeln,
 ob das wirklich der richtig Mann für sie sei.
Obwohl - sie sich in seiner Nähe
 und den gemeinsamen Unternehmungen immer sehr wohl fühlte.
 
Doch die Clique mit der sie sich weiterhin zum Tanzen im Fairytaile traf,
redete auf sie ein,
dass so jemand wie ER nicht passen und.
auch keinen Platz in der Gruppe finden würde.
Schliesslich sei er ein Motorrad Freak
und keiner Ihresgleichen.
 
Dann war da noch die Familie.
Ihr Bruder war immer noch der Auffassung:
"Hast du ihn mal genau angeguckt,
der Kerl treibt Dich ins Unglück.
Glaube mir er ist ein einziger Bluff."
 
Mama und Grossmutter hatten ihr vor einiger Zeit in einem Gespräch gesagt:
"Wenn du mal einen Typen nach Hause bringst ist jeder Willkommen.
Ausser er hat rote Haare.
Da lass die Finger weg.
Die bringen nur Unglück.
Also uns musst du so einen nicht vorstellen."
 
Und das klang auch noch wirklich ernst gemeint.
 
Damals hatte sie über so viel Aberglauben gelacht.
Sie fand es unglaublich.
"Das gibt's doch nicht!"
Sie hatte die Beiden scherzhaft Altmodisch genannt.
"Ich steh eh auf schwarzhaarige, also beruhigt euch"
entgegnete sie den Beiden.
 
Ja ja - der Traumprinz war einst ein Südländertyp,
nun verblasste diese Vorstellung zunehmend
und sie wich dem aktuellen Bild von IHM.
 
Sie fand seine Karottenroten Haare
und die Sommersprossen süss.
Sein Augen,
 die je nach Laune die Farbe wechselten genial.
Seine Art sich zu geben toll.
Hatte sie noch nie jemanden wie ihn kennen gelernt,
der das tat was er ankündigte.
Sich für Dinge einsetzte die er gut fand
ohne wenn und aber.
Er war im Gegensatz zu ihr sehr strukturiert.
Sie wusste bis anhin nicht einmal das es dieses Wort gab.
 Er gab ihr das Gefühl beschützt zu sein
und so sein zu dürfen, wie sie tickte.
War pünktlich,
und hielt was er versprach.
 
Doch....
 
...in der Aktuellen Situation war ihr nicht zum Lachen zu Mute.
Hatte ihr Bruder zu Hause vom "Neuen" erzählt
und die Fragen der Eltern nach dem Kennenlernen stand an.
"Also ich möchte den schon mal sehen,
das wird mir auch einer sein."
meinte ihr Papa abfällig.
 
Strich sie all die Kommentare beiseite
und hörte auf ihr Herz und Bauch,
so musste sie eingestehen sie fühlte sich an seiner Seite richtig gut.
Die Kinobesuche,
die Ausflüge mit dem Motorrad
oder die Abende am Telefon mit guten Gesprächen,
genau da machte sich Glück in ihr breit.
Sie genoss seine Anwesenheit
und wenn sie an ihn dachte,
 waren es zu Beginn 3 Schmetterlinge,
tanzten jetzt, nach kurzer Zeit,
schon 100 in ihrem Bauch.
 
Sie war verliebt!
 
Es war an der Zeit Nägel mit Köpfen zu machen.
Die Clique stellte sie vor ein Ultimatum.
"mich gibt es nur noch mit ihm oder gar nicht"
Da war er wieder,
 der Trotzige aber Bestimmte Ausdruck in ihrem Gesicht.
 
Die Clique hatte sich überlegt,
dass wenn sie sich gegen ihn entscheiden,
dann überlege sie es sich bestimmt noch einmal.
"Was für ein Kindergarten"
wie sie es nannte,
 erfuhr sie von ihrer besten Freundin.
 
"Da liegen die aber völlig falsch.
Das kannst Du ihnen gleich mitteilen,
denn für mich hat es sich ab jetzt erledigt."
gab sie vor.
 
Von da an wurde,
wenn man sich über den Weg lief, 
gegrüsst,
oder auch nicht...
und das war es dann.
 
Ihre beste Freundin blieb ihr noch etwa 1 Jahr erhalten.
Sie musste sich immer wieder Sticheleien anhören,
dass er sie eines Tages bestimmt arg enttäuschen würde.
"so ein Schmarrn!" entgegnete die frisch Verliebte.
"Schau mal, dass du deinen Traumprinzen findest,
kümmere dich mehr um dich."
 
Und damit hatte sich auch das erledigt.
 
und dann war da noch die Familie.
Ohje!
Das 1. Treffen.
An einem obligaten Familien Abend,
immer Montags.
Sie fuhren sie mit dem Motorrad vor
und holte vor dem Eintreten tief Luft.
"also rein in die Höhle des Löwen"
meinte sie beim Griff an die Türklinke.
Er legte ihr Mut machend die Hand auf die Schulter.
"Wird schon werden, sonst gehen wir wieder."
So seine Worte.
 
Ihre Mama begrüsste ihn freundlich,
so auch die um 10 Jahre jüngere Schwester.
Ihr Bruder trat auf, als wären er Bester Freund.
Was sie später auch für einige Jahre waren
und Vater beäugte ihn äusserst Misstrauisch.
Er begann mit seine üblichen und
unkomischen Witzen und Sprüchen.
Wie sie das hasste!
 
Man ass dann zu Abend.
Pellkartoffeln mit Käse und eingelegtem Saurem.
Tranken später einen Kaffee und assen ein Dessert.
Small Talk war angesagt.
Ausser -
Vater...
der löcherte ihn mit Fragen über Herkunft,
Beruf und Pläne.
Bis sie sagte:
"Also ich denke das sind Gespräche,
 die man vor einer Hochzeit führen sollte."
 
Totenstille!
 
"Ok! sagte sie
"es ist schon spät,
 lass uns doch nach Hause fahren"
 
Einige Tage später erzählte ihr Mama am Telefon:
"Ja - also Papa ist nicht gerade so Fan von ihm,
ich finde ihn nett...aber ob das der richtige für dich ist?
Ich weiss nicht.
Denke jemand anders würde besser zu Dir passen.
Weisst du -
ich stelle mir da jemanden für dich vor...
 wie zum Beispiel
mmmmhhhh...
Michael Holm."
 
Sie bekam am andere Ende fast einen Schreikrampf.
Das konnte doch nicht wahr sein.
Da war es wieder,
man wollte sie bearbeiten,
 mit welchem Mann sie ihr Leben verbringen sollte.
 
"das darf nicht sein"
 
Ihr wurden die ganzen Aussagen,
 zu ihrem Freund mittlerweile Schnuppe.
Sollen sich doch die Leute mal umsehen,
da gehen Freundschaften und Ehen in die Brüche
und wenn sich zwei Lieben,
fallen solche Negativ Aussagen.
Sie wollte geniessen und das taten sie auch.
 
Es folgten viele Jahre mit Höhen und Tiefen.
So wie das in guten Beziehungen läuft,
wurde viel geredet,
mal ne Türe geknallt,
versöhnt,
getröstet,
an Problemen gearbeitet.
Lösungen gesucht.
 
Vertrauen geschafft.
 Gewohnheiten oder Muster durchbrochen
Ganz zu Beginn,
 flog mal mit italienischem Temperament, (sie)
 ne Kaffeetasse aus Eifersucht
Wie mühsam alles weg zu putzen,
also lässt man es in Zukunft.
Auch die Eifersucht! 
 
Man hat gemeinsam,
Schwere Zeiten überstanden.
Dumme Sprüche und Unverständnis,
 weil sie sich aus Vernunft Gründen,
 gegen eigene Kinder entschieden hatten.
Es wurde viel gelacht,
zu einander gestanden,
sich Freiheiten gegeben,
Pläne und Ziele verfolgt.
Schicksalsschläge gemeistert.
 
Seine Eigenheiten gelassen.
Eigenheiten abgebaut,
Wünsche des anderen mit erfüllt
und manchmal nochmal ne Türe geknallt,
Und das alles mit gaaaaaaanz viiiiiiiiel Liebe,
 
Hahahahaha
 
Dafür mit Kontakt zur Schwester,
aber ohne Familie.
und 
mit 2-3 echten Freunden.
 
Heute - auf den Tag genau
34 Jahre später,
sind die Beiden immer noch glücklich verheiratet.
Sie kennen sich 37 Jahre
und sind sich einig:
"Wir würden uns immer wieder wählen
und das Ja Wort geben."
 
Ihr da Draussen!
Die Sprüche welche zu Beginn geäussert wurden
und man sich Jahrelang krampfhaft daran festgehalten hat:
"Eines Tages wirst du mit dem Koffer vor unserer Türe stehen"
könnt ihr nun definitiv in die Tonne schmeissen.
 
Denn es gibt es wirklich:
 

den Traummann!

und

die grosse Liebe!

<3 <3 <3
 

Danke Schatz!

Für die wundervolle und spannende Zeit mit Dir.

 Freue mich auf noch viele weitere gemeinsame Jahre.

Ich liebe Dich über alles!

Freitag, 28. Oktober 2016

Liebe


Ich tanzte mit ihr
Als Reiter die Steppe durchjagen –
Wandern in Schritten,
ersungen aus gleichem Gefühl,
Oder mit Kühnheit gespannt den Wagen
Lenkend durch Gefahren und Straßengewühl –
Mit der Schaukel hinauf und hernieder,
Treibend im Boote über die Wellen gewiegt,
Mit dem Schlitten zu Tal.
Und dann wieder
Auf, wie die Möwe dem Winde entgegenfliegt.
Und das alles allzumal
Genossen wir tanzend im Saal.
In uns kreiste das Blut und der Wein,
Um uns ein Fest mit Wänden und Händen,
Gesichtern, Lichtern und Gegenständen.
Wir standen in dem Ringelreihn
Eigentlich ganz allein,
Ein Mensch aus zwein.
(Ringelnatz - Band 1 S. 342-343)
 
Wenn das Feuer der Liebe lodert,
dann kann Wunderbares entstehen.
 

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Fairytaile (3)

"Hey Kleine!"
Rief Yolande in den Verkaufsraum
"Hast Dir gestern Abend jemand anglacht?"
Sonst hörte Sie den Elsässer Dialekt von Yolande,
Ihrer lieben Kollegin,
sehr gerne
doch das war etwas peinlich.
Ihre letzte Kundin war auf dem Weg zur Rolltreppe
und weitere Damen flanierten zwischen den Kleiderständern.
"Du müesch jetz nit rot were - kumm verzell"
lachte die Elsässerin.
 
"Es gibt nichts zu erzählen,
ich habe niemanden kennengelernt.
Zumindest niemand der weiss wo ich Arbeite
oder wie ich mit Nachnamen heisse."
Entgegnete Sie etwas zornig.
 
"Aber do isch ene am Telefon,
der dich verlangt.
Dr Kundedienst hat ihn durchgschtellt"
Yolande drosselte die Lautstärke nicht,
im Gegenteil,
sie witterte eine heisse Story
und wäre nun echt daran interessiert gewesen alles darüber zu erfahren.
Aber es ging ihr einfach zu langsam.
 
"Für mich jemand am Telefon?
Das muss ein Irrtum sein"
griff zum Telefonhörer und musste zuerst schlucken,
Ihr Mund war so trocken.
Der Kopf ratterte.
Wer erlaubt sich hier einen Scherz mit ihr?
 
"Hallo!"
hauchte sie etwas zaghaft
"Hallo"
 
"Endlich habe ich dich gefunden"
hörte sie am andern Ende
"Es war nicht einfach,
hab die ganze Einkaufsstrasse runter telefoniert
und nur mit deinem Vornamen...
Es war nicht einfach.
was für ein Glück,
das ich dich gefunden habe."
 
Sie schluckte erneut.
Das war der Kerl von gestern Nacht.
Der mit dem Motorrad und
dem Kaffee,
dem Kuss...
 bei ihr zu Hause.
"Was hast Du?"
fragte sie noch einmal ungläubig
 
"Na, ich hab oben an der Einkaufstrasse mit dem Telefonieren begonnen
 und in allen Konfektions Läden,
 nach einer Verkäuferin mit deinem Vornamen gefragt.
Wollte dich unbedingt fragen,
ob du heute Abend Lust hättest dich mit mir zu treffen?
Um 20:00h vor dem Eingang des Farytaile?
Wäre das ok?"
Fragte er etwas aufgeregt.
 
"Mist"
was sollte sie sagen?
 
"Hallo"
 rief er in den Hörer
"Wäre das ok um 20:00H?"
 
"ja gut - ich muss jetzt aber,
sonst bekomme ich Ärger mit der Leitung,
es ist nämlich nicht gestattet,
 persönliche Telefonate während der Öffnungszeit zu führen.
Tschüss - bis dann!"
Sie hörte noch ein knappes Ciao
und dann lag der Hörer schon auf dem Apparat. 
 
Mensch war ihr das peinlich.
Auf der anderen Seite...
mmmhhhh -
sowas hatte noch nie jemand für sie gemacht.
Er hat mich gesucht.
 
Yolande stand neben ihr,
trat von einem Bein aufs andere und
platzte fast vor Neugier.
"Komm erzähl"
Forderte sie auf
"Gäll - du hast einen Neuen?"
 
"Ach was!
giftete Sie Yolande an
"Ich hab keinen Neuen,
ich hab mit jemandem Kaffee getrunken
und der möchte sich nun mit mir treffen."
 
"Aha!"
lachte Yolande laut
"Kaffee getrunke,
ja ja ja!
dabei zwinkerte sie mit dem einen Auge.
Und?
"Gehst du hin"
 
"Weiss ich noch nicht,
aber ich lass es dich wissen"
Entgegnete sie Yolande etwas zickig
 
Sogar auf dem Nachhause Weg,
im Tram war sie noch hin und her gerissen,
ob sie sich wirklich mit ihm treffen soll.
Er war ja schon nett,
aber so gar nicht ihr Typ.
Ihr Beuteschema war schwarzhaarig - dunkeläugig,
eher Südländer.
 
Zu Hause angekommen rief sie die Freundin ihres Bruders an
und erklärte ihr die Situation.
Bat sie,
um 20:00 ebenfalls an den Treffpunkt zu kommen.
"Weisst du - wenn es mir nicht passt,
können wir zwei dann einen tollen Abend an der Herbstmesse verbringen.
 
Die Herbstmesse dauert 10 Tage und
während dieser Zeit sind in der ganzen Stadt auf diversen Plätzen,
Bahnen, Riesenrad und Essstände.
Das richtige um den Kopf frei zu bekommen
und der Tummelplatz der jungen Leute.
 
Was soll ich erzählen,
Abends kurz vor 20:00 stand sie am besagten Treffpunkt.
Die Freundin des Bruder`s im Schlepptau.
"ich weiss gar nicht mehr wie der aussieht"
Etwas Panik lag in ihrer Stimme
"Ach!" sagte die Freundin
Der wird dich auf jeden Fall erkennen.
Einer der in der halben Stadt nach Dir rum telefoniert.
Der weiss ganz genau wie DU aussiehst"
 
So war es dann auch.
etwas weiter weg rief plötzlich jemand ihren Namen.
"hä?
Sie packte unbewusst die Hand der Freundin
"Der sieht ja ganz anders aus.
das ist nicht der von gestern Abend.
Oh Gott!"
Sie war echt nervös
 
Ihr gegenüber stand ein junger strahlender Mann,
frech grinsend.
Kurze Karottenrote Haare,
rasiert,
in einem eleganten Jacket, Jeans
und schicken Schuhen.
 
"Wo hast du deine langen Locken gelassen"
fragte sie erstaunt und dann etwas frech
"ah - heute nicht in Crossstiefel mit Mama Pullover?"
 
"Na - ich hatte heute viel zu tun"
strahlte er wie Weihnachten
Frisör - Kosmetikerin und Manicure
schliesslich treffe ich mich nicht mit irgend wem,
sondern mit Dir"
 
Sie, war perplex
und trotzdem klingelten im Hinterkopf die Alarm Glocken.
Vorsicht - Vorsicht!
 
"Also - ich habe gedacht,
wir könnten ins Opera was trinken
und anschliessend an die Herbstmesse"
erklärte er
"ist das ok?
 
Auch das war für sie ungewohnt,
jemand der einen Vorschlag brachte
und Klartext sprach.
Sonst war sie die in der Clique,
 die solche Ansagen machte.
 
"ok - ich hoffe,
es macht nichts aus,
das mein Freund,
 ihr Bruder - auch im Opera ist?"
brachte sich die Freundin ein
 
"Ach - ja,
übrigens, das ist Nadine die Freundin meines Bruders"
erklärte sie immer noch nervös.
 
"ne - ist ok. Umso mehr Leute um so lustiger wird es."
Erklärte er.
 
So gingen sie gemeinsam ins Opera.
Ihr Bruder musterte ihn von Oben bis unten mit einem Adlerblick.
Warnte sie flüsternd ins Ohr,
"pass auf - der macht dich unglücklich,
das ist ein Bluffer und Blender.
Ich kenn die Typen,
sind immer die selben."
 
Sie zischte ihrem Bruder zurück
"hallo - das lass mal meine Sorge sein,
schliesslich sind wir nur befreundet - kleiner Bruder"
und guckte ihrem 184 Meter grossen Gegenüber direkt an.
"es ist nicht deine Aufgabe mich bei jeder Bekanntschaft zu warnen"
 
Irgendwann war ihr die Konstellation zu nervig.
Kickte mit ihren spitzen Pumps,
 ihren Verehrer unter dem Tisch sanft ans Bein
und zeigte ihm mit Blicken:
"komm lass uns abhauen"
 
Das taten sie dann auch relativ zügig.
Draussen - lachte sie,
als hätte man sie aus der Höhle des Löwen befreit.
Sprangen Hand in Hand,
auf das nahende Tram und machten sich auf den Weg zum Rummelplatz.
Dort assen sie eine Bratwurst,
kauften Zuckerwatte,
und er schoss ihr einen kleinen Glücksbringer und ne Rose.
 
Sie verstanden sich echt gut
und sie lachten viel.
Er zwang sie auch nicht auf irgendwelche Bahnen.
Es würde ihm immer übel.
"Was für ein Glück"
dachte sie,
da entfiel das sich erklären müssen,
 warum sie auch nicht auf diese wollte.
 
Es war schon spät,
 als sie in Richtung mittlere Brücke schlenderten.
Er erzählte ihr gerade,
dass er für sein Leben gerne tanze.
"Was ein Mann der gerne tanzt,
das ist eher eine Seltenheit."
stellte sie bewundernd fest.
Was tanzt du denn so?
fragte sie mit einem Augenaufschlag
"Na - alles..."
Antwortete er keck
"von Foxtrott bis Kopfschüttler
oder auch Walzer"
 
"Waaaas Walzer?
Das habe ich noch nie getanzt.
Ist bestimmt schwierig?"
meinte sie
 
"Nein - gar nicht!"
Er packte sie sanft,
zeigte ihr kurz den Grundschritt
und wie sie die Hände halten muss
und dann tanzten die Beiden,
als würde ihnen die Welt alleine gehören
über die Mittlere Rheinbrücke.
Samstag Nacht,
der Himmel voller Sterne
und selbst wenn kein Stern zu sehen gewesen wäre.
Es leuchteten genau in diesem Moment die STERNE.
 
In den vorbei ratternden Trams konnte man Menschen sehen,
 die ihre Nase fast an der Scheibe plattdrückten
und sich über das sich bietende Bild der Beiden tanzenden erfreuten. 
 
Ausser Atem und lachend erreichten sie das Ende der Brücke,
plötzlich war ihnen die Situation die sie andern geboten hatten bewusst.
"Macht nichts"
Sagte er keuchend
"Die möchten nun auch alle tanzen
und trauen sich nicht.
 
Und weisst du was das Gute dran ist?
Wenn wir heiraten,
 kannst du nun den Hochzeitswalzer"
lachte ihr zu und fragte dann
"Hast du kalt meine Kleine?"
 
Mmmm!
sie nickte mit dem Kopf.
"Aber macht nichts,
wir sind ja Bald bei der Tramhaltestelle,
dort nehme ich dann den 6er um nach Hause zu fahren."
während sie sprach hatte er schon seine Jacke ausgezogen
und sie ihr um die schmalen Schultern gelegt.
 
"Er sieht schon gut aus!"
dachte sie bewundernd
"mit seinen roten Haaren,
den vollen Lippen,
den Bergsee blauen Augen
und dem weissen Hemd"
 
Gab ihm flüchtig einen Kuss,
und seine Jacke zurück
und rannte,
"Wir hören uns"
rufend
aufs Tram.
 
(Fortsetzung folgt)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Fairytale - (2)

Seit dem Konzert, 
der damals noch unbekannten Gruppe Kiss,
waren Wochen vergangen.
Es war tiefster Herbst.
Sie,
 war unterdessen 20 geworden.
Ein Geburtstag den sie,
 wohl in ihrem ganzen Leben nie vergessen würde,
obwohl sie nicht daran erinnert werden wollte.
Nicht weil er so berauschend gewesen wäre.
Nein -
Ganz im Gegenteil,
ihr Bruder war der Einzige welcher ihr dazu gratuliert hatte.
Sogar eine kleine vergoldete Uhr hatte er vorbei gebracht.
Eine Uhr,
 die sie unendlich viele Jahre,
 immer noch fein säuberlich verpackt aufbewahrte.
Die Familie...
....hatten den speziellen Tag,
Ihren speziellen Tag,
 einfach vergessen.
"Was soll`s..."
Dachte sie mit Tränen in den Augen
und dem trotzigen Gesichtsausdruck,
"ich brauche die nicht zu meinem Glück."
Und die von der Clique?
Denen hatte sie ihr Geburtsdatum gar nie verraten.
Denn damit wäre fest gestanden das sie eine der ältesten ist
und sie wollte auf gar keinen Fall als alte Tante abgestempelt werden.
Sie tröstete sich mit dem Gedanken,
das nun ganz andere Dinge als ihr Alter wichtig sind,
denn schliesslich war sie in eine grössere Wohnung gezogen.
Ein 3 Raum Heim,
mit grosser Küche und Bad.
Nicht mehr Kalt im Winter und Heiss im Sommer,
gut Isoliert - nicht mehr unter dem Dach.
Gut - es war im selben Haus,
über das täglich mehrere Flugzeuge hinweg donnerten
und manchmal das Geschirr im Schrank klapperte.
Aber,
 es war mit ihrem bescheidenen Verdienst doch eine Steigerung.
So kaufte sie auch die Möbel in der Brockenstube,
laugte ab - strich neu und
machte damit ihr zu Hause zu ihrem eigenen Bijou.

Freitagabend.
Sie...
schlenderte in den Räumlichkeiten des Fairytaile umher.
Vielleicht würde sie irgend ein bekanntes Gesicht entdecken.
Doch so richtig war hier der Betrieb noch nicht am Laufen.
Es war mit 21:00h einfach noch zu früh.
Gerne hätte sie sich eine Cola bestellt,
doch so Ende Monat war ihr Budget reichlich erschöpft.
Es hatte grade mal noch für den Eintritt gereicht.
"Mal schauen" dachte sie
"Vielleicht ist ja jemand an der Bar den ich kenne
und mir eine Cola spendiert"
Im hintersten Raum an der Bar sass tatsächlich jemand.
Die Person dreht sich um und
 musterte sie von oben bis unten und
grinste sie frech an.
"Na Du - ohne Stern? Fast nicht erkannt"
bluffte sie den Typen mit den Karottenroten Locken an
"Ja - ich!"
Entgegnete er ihr
"Brannte ja wie Sau,
als mir die schwarze Farbe ins Auge lief"
Sie etwas hochnäsig
"man muss ja auch nicht alles tun um aufzufallen"

"Ach" stöhnte er
"es geht mir heute nicht wirklich gut,
irgendwie bin ich traurig"
Und dann erzählte er ihr,
dass er seine 4 jährige Ausbildung frisch abgeschlossen und
 heute seinen ersten richtigen Lohn erhalten hätte.
Das sei ein rechter Batzen und
er wisse jetzt gar nicht was er damit anfangen soll.

"Also ich wüsste was ich damit tun würde -
erst würde ich eine Cola bestellen,
dann ein Burger und
dann käme mir bestimmt noch was in den Sinn."
erzählte sie ihm keck.
"Denn ich verdiene, obwohl ausgelernt,
so wenig dass ich immer gucken muss,
 dass es bis Ende Monat reicht."

Der Typ der sich unterdessen mit seinem Namen vorgestellt hatte,
 bestellte eine Cola und einen Burger.
Beides wurde vor ihr hingestellt.
Das anfängliche anbluffen,
wich einer richtig netten Unterhaltung.
Sie scherzten und lachten und als er ihr sagte:
"Dich werde ich eines Tages heiraten"
Lachte sie laut auf und sagte:
"Junge - Du bist zwar nett,
hast aber einen an der Waffel.
Denn ich heirate nie
und vor allem nicht dich."

Die Zeit war fortgeschritten,
als sie anmeldete, dass sie sich nun verabschiede,
da sie morgen früh raus müsse.
Sie arbeite neu in der langen Einkaufsstrasse der Stadt.
Als gelernte Frisörin und Kosmetikerin mit Allergie,
 nun als Konfektionsverkäuferin,
und könne es sich nicht leisten,
zu verschlafen.
Dies weil sie zu lange mit ihm rumgehangen wäre.
Er dachte kurz nach und fragte sie:
"Frierst du gerne"
Sie: "Hääää? Was soll das jetzt wieder?"
Er: "Na ich würde dich nach Hause fahren,
bin aber mit dem Motorrad da."

"Ach, das ist aber nett
und das macht mir gar nichts aus."
Ehe sie es versah gab er ihr einen langen,
 braunen Pullover
und seinen Helm.
"Den hat meine Mama gestrickt"
grinste er sie an.
"Und ohne Helm nehme ich dich nicht auf mein Motorrad,
schliesslich bin ich ab jetzt für dich verantwortlich."

Etwas später stieg sie vor ihrem Haus ab.
"Magst du noch einen raschen Kaffee?
Dann kannst du mit nach Oben kommen."
Na klar - das wollte er sich doch nicht nehmen lassen.
"Du darfst dich einfach nicht dran stören,
dass noch Umzugskartons rumstehen."

Kaffee wurde aufgebrüht
und in dem noch fast leeren Wohnzimmer Platz genommen.
Dort wurde die Unterhaltung,
welche im Fairytaile begonnen hatte,
weitere 2 Stunden fortgeführt.
Er erzählte ihr sein halbes Leben
und es gefiel ihr.
Denn es war so frisch,
unbekümmert
und es schien so ehrlich und witzig.

"So nun schmeiss ich dich aber raus!"
Du weisst ich darf nicht verschlafen.
Bin noch in der Probezeit."

"ok!
ich schlaf dann morgen Früh dafür noch ne Runde für dich."
Da war wieder das freche Grinsen
"doch bevor ich gehe muss ich noch rasch für...
na du weisst schon!"
Er verschwand im Badezimmer.

Sie stand mit dem Türschlüssel in der Hand im Flur.
Schliesslich wollte sie hinter ihm schliessen,
um dann endlich schlafen zu gehen.
Es war schon 2 durch und
um 6:30h musste sie wieder aus den Federn.
Ausserdem fand sie ihn nett.
Aber nett ist auch alles.
Denn ihr Beuteschema sah ganz anders aus.

Aber vielleicht würde er einen guten Kumpel abgeben,
wenn er denn in die Clique passen würde.
Doch dazwischen liegen ja Welten.
Ok! Vergessen wir es!
So ihre Gedanken.

Als er aus dem Badezimmer trat,
machte er einige Schritte auf sie zu und sagte:
"Gute Nacht und Danke für alles"
und dann küsste er sie ungefragt.
"Tschüss - man sieht sich."

Sie war so überrumpelt,
dass ihr die Worte fehlten.
öffnete die Türe immer noch völlig perplex und
guckte wie er die Treppe runter sprang.

"Tschüss!"

(Fortsetzung folgt)

Dienstag, 25. Oktober 2016

Fairytaile (1)

Sie ging Schritt um Schritt,
 als Teil einer Menschen Kolonne,
 auf einer Treppe die unendlich lang und steil in die Tiefe führte.
Irgendwie hatte das Ganze etwas Unheimliches.
Von unten her, hinter einer schweren Eisentüre,
ertönten dumpf die Bässe im Rhythmus der Musik.
Alle Gehenden waren irgendwie in freudiger Erwartung.
Gestempelt mit einem Elfenzeichen auf dem Handrücken.
 
Ihr schien es für einen Augenblick,
als würde sie im Zeitlupentempo in die Hölle gehen.
Boum - Boum - Boum
klang tief der Sound von unten
und jedes mal wenn sich die Tür öffnete,
 wurde der Takt um einige Sekunden noch lauter.
Ein Sound der sich in der Magengegend spüren liess.
 
Es war so eng auf der Treppe,
weil sich immer wieder Personen,
 auch von unten herkommend,
 an ihr vorbei drückten.
Menschen die meist so aussahen,
 als hätten sie schon Stunden im Fegfeuer getanzt.
Wortfetzen:
"frische Luft - Zigarette"
konnte man aufschnappen.
 
Genau da wollte sie auch hin.
In die Tanzhölle -
welche sich irgendwie unpassend Fairytaile (Märchen) nannte.
Die Bezeichnung ihres Outfit`s stand ebenfalls auf einem ganz anderen Blatt.
Es war wie fast immer in Schwarz gehalten,
Enger längerer Rock, Bluse, eine Perlenkette und Ohrringe.
Strümpfe mit Naht,
 spitze Bleistift Absätze
 und eine passende Handtasche.
Ihr Haar Pechschwarz,
ihre Lippen Knallrot.
Blass und mit Lidstrich.
 
Sie zählte sich,
zumindest an gewissen Tagen zu den Teddy`s.
Eine Clique von jungen Menschen,
 die sich den 50igern verschrieben haben.
Doch eigentlich war sie eher eine Einzelgängerin.
Man sagte ihr nach, sie sei
Hochnäsig und unnahbar.
Doch in Wirklichkeit war sie Scheu und Misstrauisch.
Sie war mit einer Ausnahme die älteste dieser Gruppe.
Die Einzige mit einer eigenen Wohnung.
Eine kleine 2 Raum Mansarde unter dem Dach.
Vollumfänglich,
 mit Möbeln und Gegenständen aus den 50igern eingerichtet.
 
Einen Partner hatte sie im Moment nicht.
Wollte sie auch nicht,
die letzten Kurzzeit Beziehungen hatten gereicht.
"Männer!
Bha!
Männer!
Brauche ich nicht."
Klang es aus ihrem Mund mit den roten Lippen.
"Zudem gibt es keine richtigen Männer.
Alles Bubi`s.
Es geht auch ohne!!!"
Bei diesem Satz blitzten ihre Augen und
 etwas Trotziges erschien in ihrem Ausdruck.
 
An diesem Nachmittag,
 stand sie mit ihrer Freundin auf der besagten Treppe.
Sie mochte dieses Mädchen,
auch wenn sie ihr manchmal,
 mit ihrem lauten Gehabe auf den Nerv ging.
Das über ihre Freundschaft gelacht wurde,
das wusste sie und es war ihnen nicht zu verdenken.
Das Erscheinungsbild hätte nicht unterschiedlicher sein können.
Sie selbst,
grad 20 Jahre, 163 - knappe 50 Kilo, introvertiert.
Ihre Begleitung
grad 18 geworden, 178 - dünn und extrovertiert,
dementsprechend auch bunt gekleidet.
Doch es war ihr egal ob
 und wie sich die Leute darüber amüsierten.
"sollen sie doch"
Da war wieder der Trotzige Ausdruck.
 
An diesem Nachmittag,
auf dieser Treppe,
in all den Leuten,
der Enge und dem Gestosse,
blickte sie plötzlich in ein Gesicht,
das sie nicht hätte frecher angrinsen können.
Ein Gesicht,
voller Sommersprossen,
umrahmt von Karottenroten langen Zapfenlocken.
Blaue strahlende Augen,
auf dem einen, ein grosser schwarzer Stern gemalt.
Das bemalte Auge tränte.
"wohl was ins Auge bekommen"
dachte sie etwas Schadenfreudig
 
Der Typ,
in der Kolonne von unten her kommend
und der sie nun beinahe kreuzte,
rief er ihr etwas zu.
 
Sie verstand es nicht, es war zu laut.
Irritiert und verunsichert darüber,
 lachte sie ihn aus...
machte sich mit einem Satz,
 über dem Stern auf dem Auge lustig.
Wusch!
Der für sie eigenartige Moment
und der Typ waren an ihr vorbei.
Doch irgendwie war etwas passiert.
Komisch!
Sie konnte es nicht benennen.
 
Von hinten griff eine Hand auf ihre Schulter
und ihre Freundin zischte ihr ins Ohr.
"Lass die Finger von dem,
ich kenn den.
Der bringt dir nur Unglück.
Ein guter Frauentröster,
wenn du Kummer hast.
Aber sonst für die Tonne"
 
"Ach - Du weisst doch,
ich will im Moment keinen Kerl,
schon gar nicht so einen"
entgegnete sie ihr.
 
Endlich -
sie hatten es geschafft.
Die schwere Eiserne Tür war erreicht.
Der riesige Raum lag im Dämmerlicht vor ihnen.
Es wimmelte von Menschen wie in einem Bienenhaus.
Die Luft war feucht und warm und es roch nach ausgiebigem Tanzen.
 
Auf der Bühne holten einige kurios gekleideten Männer,
 ihre Instrumente aus ihren Koffern.
Richteten sich zum Konzert ein.
Eine Musik die nichts mit den 50iger zu tun hatte.
Sie blieb trotzdem
und hörte wie nach einigen Minuten ein unsichtbarer Ansager verkündete:
 
Lady und Gentlemen,
i am proudly present
 
 
Fortsetzung der Geschichte folgt
 

Montag, 24. Oktober 2016

Goldilock...

"eine Schwester - eine Schwester"
 
wir tobten wie die wilden im Wohnzimmer,
hüpften auf dem Sofa,
griffen uns bei den Händen und tanzten.
schrien immer wieder
"eine Schwester - eine Schwester"
 
Bis mein Bruder (9) plötzlich inne hielt,
mich (10) enttäuscht anguckte und sagte:
"so blöd - eine Schwester,
mit der kann ich ja gar nicht Fussballspielen..."
 
"und ob"
 
entgegnete ich:
 
"Du kannst es ihr doch beibringen,
dann ist sie besser als alle deine Kumpels zusammen"
 
Anscheinend war diese Antwort die passende Lösung,
denn wir machten dort weiter, wo vorhin aufgehört.
So lange bis es Papa zu bunt wurde
und wir lautstark ins Zimmer geschickt wurden.
 
Eine Schwester - eine Schwester
lachten wir weiter...
als wir auf unseren Matratzen hüpften.
Die Köpfe rot - wie im Fieber,
 das Adrenalin wahrscheinlich gar nicht mehr messbar.
 
Einige Tage später,
 als Mama mit dem einzigen wirklichen Wunschkind der Familie,
(mein Bruder und ich waren sogenannte Unfälle - gröhl)
nach Hause kam, hatten wir es natürlich schon allen,
sogar denen die es nicht wissen wollten, erzählt.
"Wir -
Wir haben ein ganz frisches Geschwisterchen."
 
Mama erzählte:
"als sie das Licht der Welt erblickte,
war gerade unterhalb der Klinik die Zirkusvorstellung aus."
 
Wie wenn dies ein Zeichen gewesen wäre.
Denke ich heute liebevoll Rückblickend.
 
Denn meine Schwester verstand es schon ganz Bald,
 sich sehr Manegenreif in Szene zu setzten.
Nicht zu Letzt mit ihren blonden fülligem Haar mit Zapfenlocken
und den dunkelbraunen grossen Augen.
 
Wenn sie was wollte wurden diese noch grösser
und mir schien, die Haare noch blonder.
Sie sah echt wie ein Engelchen aus.
Doch wusste ich relativ bald,
dass davor auch ganz oft das B stand.
"Bengelchen"
Sie trickste uns oft aus,
wickelte alle - aber vor allem Papa um den Finger
und wusste genau welche Knöpfe sie bei den Personen drücken musste,
um das zu erreichen was sie wollte.
 
So natürlich auch bei allen Fussball Kumpels meines Bruders.
Richtig!
Sie lernte Fussball spielen
und so sah man meinen Bruder nie,
 ohne die Kleine auf dem Arm zum Fussballfeld laufen.
Genau, auf dem Arm -
Denn sie wollte immer von ihm getragen werden,
weigerte er sich,
 stand sie vor ihn und säuselte mit schräg gestelltem Köpfchen:
"Aber B... ich brauch dich doch"
streckte dabei die Ärmchen in seine Richtung.
Und er...
Er schmolz dahin.
 
Ok! Du kannst dir vorstellen das er sie trug und
wenn nicht er,
 dann ich oder ein Kumpel.
Bis sie eindeutig zu schwer wurde.
 
Beim Fussball Spiel,
bekam sie die Aufgabe erst als Mannschafts Maskottchen
dann als Linienrichterin und als sie zählen konnte, als Goal Zählerin.
hahaha!
 
Ganz viel später,
 trat sie sogar erfolgreich,
 in den Orts Ansässigen Damen Juniorinnen Fussballclub ein.
 
Notabene - gegen den Willen von Papa.
Da rauschte es oft gehörig.
Doch besänftigte sie den unterdessen chronisch krankgewordenen Papa,
in dem sie seine Krankenschwester spielte. 
Ihm bei Kopfschmerzen kalte Lappen auf die Stirn legte,
Rückenmassage machte oder die Kissen vom Sofa aufschüttelte. 
 
Genauso rasch wie ich mich über sie ärgerte,
z.B. weil sie auf Knopfdruck Tränen fliessen lassen konnte,
oder mich verpetzte,
verzieh ich ihr wieder.
Denn schliesslich war sie meine Schwester,
die mir ab dem 10 Lebensalter in Obhut gegeben wurde.
 
Jeden Tag nach der Schule eilte ich nach Hause,
und hatte sie dann für Stunden in meiner Obhut.
Mutter musste zur Arbeit, Vater sowieso.
Mama kam dann für 2-3 Stunden nach Hause
um dann Abends wieder in den Dienst zu fahren.
 
So war auch das Kochen,
essen auftischen und ins Bett bringen eine meiner Aufgaben.
Ohje - wenn ich an das Schlafen gehen denke.
Bis zum Alter von 17 Jahren -
dann zog ich nämlich von zu Hause aus,
brachte sie es fertig,
dass wir Abends gemeinsam zu Bett gingen.
 
Der Plan von Papa,
"leg dich einfach hin bis sie eingeschlafen ist"
ging so was von...
.... in die Hose.
Denn das hinlegen war das eine,
das andere das Hinaus schleichen.
Die Kleine schrie -
 ich kann alleine nicht schlafen,
drückte Krokodils Tränen hervor
 und versicherte,
 zumindest meinem Papa,
 mit grossen Kulleraugen,
"ich Anst"
Was so viel wie "ich habe Angst" bedeutete.
 
So legte ich mich jeden Abend,
auf Geheiss des Oberhauptes,
 um 20:00h mit ihr ins Bett.
Dann sass sie neben mir im Dunkeln,
zwitscherte, weil sie wohl meinen Unmut merkte:
"ich sing Liedchen - ok?"
und fing dann auch ohne eine Antwort abzuwarten,
damit an.
Ich konnte es anstellen wie ich wollte,
meine Schwester wurde bei jedem Versuch,
 mich aus dem Zimmer zu schleichen wach.
Klammerte wie ein Affe und schrie:
"nein bleiben - ich Anst"
 
Kein Nachtlicht,
 keine Musikdose,
 kein Kuschelbär,
ne - die Grosse,
 um 10 Jahre ältere Schwester musste her.
Dafür wurde das Repertoire von ihr auf datiert.
Manchmal gab es Lieder,
später Geschichten,
dann mit dem Finger auf den Bauch malen und erraten,
und irgendwann begann sie mit dem Witze erzählen.
Diese waren für mich so schrecklich langweilig
und dann "versemmelte" sie auch noch so oft die Pointe.
oooohhh Gott!
was für eine Zeit.
Ich sage Dir -
ich hätte am liebsten...
ne - ich sag`s doch nicht.
 
Wenn ich das Heute so schreibe,
finde ich es allerdings sehr lustig
und sie war ja so Talentiert.
 
gröööööhl!
 
Irgendwann waren meine Eltern so viel am Arbeiten,
dass mein Bruder, meine Schwester und ich,
wie eine kleine Familie funktionierten.
Rückblickend sehe ich,
 dass wir das Rollenverhalten der nicht vorhandenen Erwachsenen,
einfach übernommen hatten.
Und als dann eines Tages meine kleine Schwester,
Sie war so etwa 4 oder 5...
 mich plötzlich "Mama" zu nennen begann,
fiel meiner Mutter förmlich der Kinnladen runter.
 
Egal - es lief ja alles Bestens.
 
Mein Auszug zu Hause war für sie eine Krise,
"Ich will mit"
weinte sie ganz schrecklich,
als würde ich zum Nordpol auswandern.
Sie empfand es wohl auch so,
bis ihr bewusst gemacht wurde,
dass sie nun das ganze Zimmer alleine nutzen könne.
Da war alles plötzlich ok!
hahahahahaha!
 
Zu sagen ist,
ich wohnte genau ein Haus weiter
kicher!
 
Als ich mit etwas über 20 meinen Freund
(späterer Ehemann) zum Vorstellen mit nach Hause brachte,
wickelte sie auch ihn am ersten Abend um den Finger.
 
hihihihihi!
 
Pellkartoffeln gab es
und die mochte sie gar nicht.
Blicke -
du weisst schon?
Mit grossen braunen Augen,
huschten hin und her,
 und plötzlich wanderten die Kartoffeln unter dem Tisch,
in die ausgestreckte Hand meines neuen Freundes.
Der grinste frech und ass.
Ein gekonnter Einstand -
 zumindest bei meiner Schwester. 
 
An unserer Verlobung,
da war sie etwa 12
war sie die Einzige die mit zum Feiern ins Restaurant kam.
Alle andern glaubten nicht an ein bleibendes Glück.
Wenn die damals gewusst hätten. hahahahaha!
Meine Schwester ass und strahlte
wie eine Weltmeisterin,
als würde schon Bald sie heiraten.
 
War so süss!
 
Am Tag meiner Hochzeit,
da war sie 13
trommelte sie voller Stolz,
 die ganzen Kinder aus der Nachbarschaft zusammen.
Als ich aus der Haustüre trat,
sah ich in unzählige glänzende Kinderaugen,
ein Oooooooohhhhhh!
wie im Chor
 schwappte mir entgegen.
"Wie Schneewittchen"
sagten sie und begleiteten mich alle zum wartenden Car.
Allen voran ganz stolz meine Kleine Schwester.
 
Eines Tages -
ich war schon lange verheiratet
sie auch und wohnte
 mittlerweile mit einer Tochter, 
etwas weiter von mir weg.
Apropos!
Tochter - mit fülligen blonden Locken und grossen braunen Kulleraugen
hahahaha!
 und vor allem auch mit dem Hang zum Theatralischen.
gröööööhl!
Kam sie ganz überraschend zu Besuch.
Wir redeten über die Vergangenheit
und über uns...
und stellten dabei fest,
dass wir so verschieden seien wie Tag und Nacht.
Auf der Suche nach etwas das sich gleicht,
kamen wir lachend zum Schluss,
dass es nur etwas gäbe...
rein Optisch...
denn auch Charakterlich sind wir anders
und so auch oft unsere Ansichten...
 
Die
 KNIESCHEIBEN
 sind`s
die könnten sich ähneln.
 
hahahahaha!
 
Sie Blond - ich braun
Sie gross - ich klein
Sie schlank - ich Rubens
Wasserratte - Wasserscheu
Aktion - Ruhig
Reisen - gerne zu Hause
liebt Motoren zu fahren - mag ich nicht
und und und ....
 
Hahahahahaha!
 
Aber das ist doch alles Peanuts!
 
"Egal ob wir uns ähneln oder nicht...
wenn wir uns sehen, hören oder lesen
es passt...
manchmal auch erst nach Erklärungen
hihihihi
 
Und deswegen
und sowieso
 
Du bist für mich immer 
MEINE SCHWESTER
die ich über alles Liebe"
 
Happy Birthday meine Kleine Grosse!
Freue mich noch auf viele Jahre mit Dir
und wünsche Dir alles GLÜCK auf Erden.

Doch etwas das wir Beide lieben - Blumen!
 

Sonntag, 23. Oktober 2016

Reisen...

"Dass wir uns in ihr zerstreuen, darum ist die Welt so gross."

- Johann Wolfgang von Goethe -
 
 
Viele meiner Freunde und Bekannten sind im Moment irgendwo auf der Welt unterwegs.
 
Ägypten, Südamerika, Deutschland, Italien und Spanien sind die Destinationen.
Johann Wolfgang hätte wahrscheinlich auf Post gewartet
um mehr über diese Länder zu erfahren.
 
Wie gut haben wir es Heute mit den modernen Möglichkeiten,
auch wenn meist von älteren Menschen viel darüber geschimpft wird.
Für mich als eine bekennende "Stuben- & Gartenhockerin"
eine wahre Bereicherung.
Durch das (mit-) teilen ihrer Urlaubsorte in Wort und Bild,
ist es ein bisschen so,
 als würde ich täglich eine Minireise in ein anderes Land machen.
 
Ich glaube, Herr Goethe hätte das auch gefallen.
So nah zu sein und doch so fern.
So viel von Ländern zu erfahren ohne sie je gesehen zu haben.
 
Ist es nicht in bisschen so wie bei Karl May,
welcher seine Geschichten über Cowboys und Indianer geschrieben hat,
ohne jemals in Amerika gewesen zu sein.
So erzählte man mir zumindest. 
 
Danke ihr Lieben und gute Reise!

Samstag, 22. Oktober 2016

Früchtchen...

 als mein jüngerer Bruder von Mutters Bester Freundin,
nicht mehr geherzt werden wollte.
 lag es bestimmt auch an seiner Pubertät.
Doch noch mehr an ihren Stoppeln am Kinn.

"Die hatte sie doch früher nie"
meinte ich
"bestimmt wird sie nun zur Hexe"
lachte er
"ich habs schon immer gewusst, dass das mal sichtbar wird"
 
Dann entdeckten wir irgendwann bei Tante Pauline,
 eine Warze auf der Nase.
"hihihihi - Tante Pöili wächst ein Bäumli"
sangen wir, wenn sie nicht zu gegen war.
Machten unsere Witze über die alte Frau. 
Wobei ich heute sagen muss,
sie war in meinem jetzigen Alter.
Also - Bitte - alles andere als Alt.

grins!
 
Bei Oma zu Besuch,
mussten wir den ständigen Wechsel zwischen Fenster auf
 und Fenster zu erleben.
Ausserdem sahen wir Nännä (wie wir sie nannten)
 nicht mehr ohne grosses kariertes Taschentuch,
ich glaube es waren die von Opa,
um den Schweissausbrüchen Herr zu werden.
 
Viele Jahre später
begann es bei meiner Mama.
Zweifel ob man im Leben wohl alles richtig gemacht hat
oder ob man nochmal von Vorne beginnen möchte.
Doch mit was beginnen?
Sich endlich Verwirklichen?
Aber wie?
Fragen über Fragen -
Fragen,
die eine Woche oder manchmal auch einen Tag später,
 schon wieder anders gestellt und oder auch kein Gewicht mehr hatten.
Ein launisches Gefühls hopsen.

Dafür zeigte die Gewichts Waage eine leichte Tendenz nach oben.
"ich hab doch gar keine Ernährungsänderung begonnen
oder mehr gegessen"
So klönte Mama

und die Sticheleien von Papa:
 "Mama ist wieder mal zickig,
aber das ist halt wenn Tante Schuggi ausbleibt."
waren dann der Eindeutige Beweis,
dass sich Mama wie auch die anderen hier erwähnten Damen,
in den Wechseljahren befanden.

Hääääääää???

Klar wussten wir das es so was gibt.
 Das die Regel ausbleibt und
das Kalt / Warm Phänomen war uns ja auch nicht mehr fremd.

Doch denke ich heute -
Wir hatten so viele Gespräche,
 beim obligaten Familienhock am Montag Abend,
den ich als junge Frau nicht ausliess.
Gespräche mit Mama in der Küche über alles Mögliche,
Doch mal ehrlich...
 die wirklich wichtigen Dinge,
 wurden einfach ausser Acht gelassen.
Man trug alles mit sich selbst aus
und tümpelte so im Schweisse der Abänderung
 (wie es hier in der Schweiz genannt wird)
einfach so still dahin.

Als mir das vor vielen Jahren,
 auf Grund einer Krankheitsgeschichte bewusst wurde,
beschloss ich mit solchen Info`s  nicht hinter dem Berg zu halten.
Erst recht nicht,
 als ich später bei einer Homöopathin bei der Erstsitzung,
 Red- und Antwort geben sollte.
Dort wurde nämlich unter anderem gefragt:
Wissen sie ab wann ihre Mutter in die Wechseljahre kam?
ÄÄÄÄÄÄHHH?
- litt jemand in der Verwandtschaft an Diabetes?
ÄÄÄÄÄÄÄÄHHH?
- Was für chronische Krankheiten sind in ihrer Verwandtschaft anzutreffen?
ÄÄÄÄÄÄÄHHHH?

Also um das Ganze hier abzukürzen.
Es gab viele Fragen
und ich konnte kaum eine im Zusammenhang mit meinen Eltern,
Tante, Onkel oder Grosseltern beantworten.

In meiner Verzweiflung sagte ich etwas schnippisch:
Das sind meine Verwandten,
das bin nicht ich -
jeder ist doch ein Individuum"

Ich hatte bestimmt nicht unrecht mit dieser Aussage.
Aber manchmal wären bestimmte Dinge auch wichtig zu wissen.
Es könnte auch vieles vereinfachen.
Wenn man es dann weiss.
 
Und so erzählte ich meiner Nichte,
auf die Frage wie es mir geht,
"Es geht so -
fühle mich ein bisschen wie ein Früchte Korb"

lachen am anderen Ende des Telefons

"weisst du,
gestern habe ich Flaum an den Seiten meiner Wangen entdeckt,
wie bei einem Pfirsich.
Doch um Himmels Willen,
sollte es mal bei dir soweit sein...
Ja nicht rasieren sondern zupfen oder mit Wachs entfernen...
Sonst züchtest du Stoppeln.

Bei der Vorstellung mussten wir beide lachen

"Und dann ist da noch die Geschichte mit dem Gewicht,
fühle mich wie ein mutierter dicker Apfel.
Rotwangig weil ich immer wieder mal Hitze habe.
Ach! Ne -
 Eigentlich ist meine Figur heute eher eine Birne.
Und da wären wir gleich beim nächsten -
Heute fühle ich mich als Birne,
 morgen als Apfel und übermorgen als überreife Pflaume.
Diese Launen - manchmal etwas zickig...
kommt bestimmt davon weil ich nicht mehr so gut schlafe.

Hahahahaha
also kein Apfel im Schlafrock.

aber was soll`s - ist halt so."

wir grinsten wieder

"Die Haut wird trockener,
doch kein Problem -
geniesse die tollen duftenden Body Lotions
aber vor allem benutze ich regemässig,
 eine gute Fusscreme
Schliesslich möchte keine Elefantenfüsse,
ich möchte meine Aprikosenhaut bewahren.
Soviel zum Früchtekorb."

Im Wissen,
 dass meine Haut an manchem Stellen eher wie Orange
 und weniger wie Aprikose aussieht
und wir uns,
mich mit Elefantenfüssen vorstellten,
liess nicht nur mich in den Hörer prusten.

"Ach und Apropos!
Tränen lachen...
hab da noch einen super Tipp für Augentropfen ohne Konservierung Stoffe,
denn die Augenflüssigkeit hat nicht mehr genügend Schmierstoffe.
Deshalb muss ich mir immer schön Brav die Tröpfchen geben.
Ist doch aber besser als die Kugel.

Da ging das Lachen von Neuem los

Keine Sorge liebe Nichte,
trotz mangelnder Tränenflüssigkeit...
Es hat keinen Einfluss auf das Weinen.
Habe es getestet
Bei Hatchiko, weisst du? mit dem Richard Gere,
 weine ich immer noch Nass
und vor allem Rotz und Wasser.
Wie eh und je.

Brüller!

Ist das mal ein Aufklärungsgespräch?
Vor allem mit so viel Spass.
Meine Nichte fand es toll.

Mein letzter Satz zum Thema lautete:
"aber weisst du,
meine Lieblingsnichte
 - das ist bei mir so,
wenn du dann mal soweit bist...
ist vielleicht alles ganz anders.
Vielleicht bist du dann kein Früchtekorb."

oooooohhhhhh!
grins!

Sondern ganz was anderes,
etwas - dass mich dann bestimmt auch interessiert.
Oder es wurde mit den Medizinischen Fortschritten ganz wegradiert.
Man weiss es nicht."

Egal
 Hauptsache lustig!

ich liebe Früchte
 


Freitag, 21. Oktober 2016

Lebenszeit...

Stell Dir vor...
jeder würde in einem Beruf arbeiten, den er liebt.
 
weil jedem bewusst ist:

"Arbeitszeit ist auch Lebenszeit"

Schloss und Griffe,
sowie Schrauben, welche wir brauchten
 um ein selbst gebautes Möbel damit zu bestücken.
Es ist so eine Lebensmotivation,
dass zu tun ...was gefällt!
 

 



Donnerstag, 20. Oktober 2016

Regeneration

"Die Natur braucht Ruhe für das Werk der Regeneration -

dies gilt auch für die höchsten Stufen."

 
- Prentice Mulford -
 
 
 
 
lasse mich nicht hetzen...
höre auf mein Inneres und alles wird gut.