Mittwoch, 30. November 2016

Das muss Liebe sein 2....

In den letzten Tagen war ich vollkommen im Kalk und Glitzi Fieber.
Alles was mir in meiner Deko Kiste gefiel,
 wurde mit Kalkfarbe hell bemalt und sofort mit Glitter bestreut.
Durch die Feuchtigkeit der Farbe hielt dann das Ganze in getrocknetem Zustand.
Wie Du wahrscheinlich schon bemerkt hast?
Haben es mir Naturmaterialien total angetan.
 
So ist es kein Wunder,
dass man in unserem Haus immer wieder Gegenstände aus Getrocknetem findet.
 Also,
Samen, Blumen, Äste oder Zapfen nicht nur zur Adventszeit.
Dies lässt dich auch erahnen,
 dass ich so manches von den Hundespaziergängen nach Hause trage.
 
Heute ist mein Mann ebenso von diesen Dingen angetan.
Grad letzthin kam er mit Jackentaschen voller Minizapfen nach Hause.
Übergab sie mir wie eine Trophäe -
*schmunzel*
Ist ja auch ein bisschen so,
wenn man was Besonderes gefunden hat.
grins!
 
Seine Einstellung dazu war nicht immer so.
Er konnte meine Liebe zu diesen Dingen nicht immer verstehen.
Denn meist müssen die Waren zum trocknen,
 über mehrere Tage ausgebreitet werden.
Etwas nervig -
wenn man dann nur die Hälfte des Esstisches brauchen kann,
 weil die andere belegt ist.
Oder die Küchenablage auch noch voll damit.
 
Doch was tut man nicht alles aus Liebe!
Man hält ganz lange den Mund
und wartet der Dinge die da kommen.
Oder die Steigerung davon...
Man versucht es von der Seite seiner Liebsten zu sehen
und unterstützt sie.
 
Mann entdeckt während der Fahrt durch die Stadt,
 riiiiiiiiiesige Zapfen auf einem Gehweg.
Das wäre doch mal was besonderes für die Sammlung von meiner Frau.
Doch - Mist - Arbeitszeit.
Kann nicht einfach mal so Parkplatz suchen,
aussteigen und Zeit damit verbringen diese einzusammeln.
Was tun?
Nach Feierabend einen Umweg fahren.
Hoffen das sie unterdessen nicht weg sind.
Mit Taschenlampe und einer organisierten Papiertasche,
sich dann schlussendlich ans aufsammeln machen.
Nach einiger Zeit eine zweite Tasche im Auto holen
und die Jackentaschen auch noch vollstopfen.
 Viel zu später als sonst nach Hause kommen um
die Beine hochlegen.
 
Was hatte ich für eine unbeschreibliche Freude!
Wir nannten sie
Die Zapfen vom Mammutbaum.
Ist jedoch nicht so
Irgendwann fanden wir nämlich heraus,
es sind Zapfen der Amerikanischen Weymouths Kiefer.
 
Das diese für mich einen grossen Wert darstellen,
 kannst du Dir vielleicht vorstellen.
So werden sie Jahr für Jahr zur Adventszeit hervor geholt
und mit Tannenästen und Kugeln in Blumenkisten gesteckt.
Nach dem Winter in einem grosse Sack verstaut.
Hin und wieder kam mein Schatz wieder mit welchen nach Hause.
Die arg mitgenommenen schicken wir dann zum anfeuern in den Ofen.
 
Letzte Woche nun wurde ein Teil davon gekalkt und beglittert.
zieren nun an verschiedenen Stellen unsere Wohnräume.
Und erinnern mich immer wieder daran,
wie Liebe aussehen kann...
wenn man das Hobby des anderen unterstützt...
auch wenn es nicht immer das seinige ist. 

 
 
Ach und das muss ich noch erzählen.
Kannst Du dir denken,
 was mein Schatz
 von seiner Sardinien Motorrad Reise mit im Gepäck hatte?
 
Richtig!
Einen riesigen Pinienzapfen!!!

Dienstag, 29. November 2016

Adventsgrüsse

Schau mir in die Augen,
scheint dieser kleine Engel zu sagen.
Er überbringt Dir heute meine Adventsgrüsse
 

Montag, 28. November 2016

ohne geht auch!

Unser Auto kennt den Weg zum Tankstellen Shop.
 Denn hin und wieder verbinden wir die Fahrt dort hin,
mit einem vorgängigen Hundespaziergang.
Und öfters mal auch mit dem Besuch in einem Hofladen in der Nähe.
So landen wir hin und wieder,
 dort, in dieser Einkaufsmöglichkeit.
.
In diesem Shop gönnen wir uns den Kauf
 von Ofenfrischen Frühstückscroissants.
Ausserdem die äusserst leckeren Rosinenschnecken aus Blätterteig.
Manchmal ein Getränk
und meist gehört noch eine Illustrierte
 - Land Liebe - Liebes Land oder Kreativheft mit in den Einkaufskorb.
Ich liebe es!
 
Gestern also,
Standen wir wieder einmal an der Kasse.
Eine freundliche Dame fragte:
"Hätten sie gerne eine Tüte."
Mein Mann wie aus der Pistole geschossen:
"Nein Danke!"
Er war es gewohnt,
dass ich in meiner Umhängetasche immer 2 Beutel mitführe.
Weisst Du -
Die welche sich in einem winzigen Etui verstauen lassen.
Einen Violetten und einen in Oma Blumen Design.
Wenn du wüsstest wie oft ich die schon benötigt habe.
Schier unglaublich wie viele Jahre die auch schon auf dem Buckel haben.
Zwischendurch werden sie gewaschen und sehen dann aus wie Neu.
Und dank dieser,
 findet man bei uns zu Hause keine Plastiktüten aus den Einkaufsläden.
 
Doch gestern,
war ich der Meinung beide zu Hause vergessen zu haben
und musste so die Aussage meines Mannes widerlegen.
"Sorry! Aber heute brauchen wir eine Tüte,
denn ich glaube ich habe meine vergessen."
 
Die Dame erklärte,
während dem sie einen kleinen Plastiksack von den anderen ablöste:
"Kostet sie halt --.30 Rappen"
Ein etwas gelangweiltes Gesicht blickte mir entgegen.
Eines das aber irgendwie auch ohne zu fragen, sagte:
"Keine Diskussionen - Deine Vergesslichkeit kostet
und ich kann nichts dafür"
 
Unterdessen hatte ich mit der einen Hand in der Handtasche rumgewühlt,
vielleicht hatte ich ja Glück und siehe da...
ich ertastete den Omablumenbeutel.
 
"ah - nein - wir brauchen ihn nicht - Danke"
stammelte ich und zog ihn hervor.
Komisch die Mimik der Dame wurde gleich wieder Lebendiger.
 
"Dreissig Rappen sind auch noch happig."
meinte mein Mann im Auto.
Wir waren uns jedoch einig,
 dass es schon etwas weh tun darf.
Schliesslich kann man nicht immer von Umweltschutz sprechen
und dann nicht den Geldbeutel dafür bluten lassen.
 
"Dreissig Rappen
 und dann trägt man noch ihre Werbung durch die Lande."
Sagte ich mit einem etwas aufmüpfigen Unterton.
"und wo landet das Geld - im Müll.
Kaum einer braucht diese Rascheltaschen ein zweites Mal.
 
"Weisst du wie viel wir schon gespart haben im Laufe der Zeit?"
fragte mein Mann.
"Ausserdem hätte mich dieser Preis zum Auto gehen lassen."
Dort führen wir seit Jahren  eine grosse Tasche mit vielen Taschen drin mit.
 
Und genau Schatzes Frage brachte mich auf eine Idee.
 
Zu Hause angekommen,
nahm ich den Adventsbecher,
den ich vor einigen Tagen von meiner Freundin geschenkt bekommen habe.
Legte einen Zettel mit dem Vermerk
TASCHENGELD - START 27.11.16
hinein und schmiss 30 Rappen dazu.
 
Mein Vorhaben,
jedes Mal wenn ich einen meiner Stoffbeutel benutzt habe,
Dreissig Rappen in die Tasse zu geben.
 
Wie viel zusammen kommt?
Keine Ahnung...
Was ich mit dem Geld mache?
Weiss ich noch nicht.
Es wird mir bestimmt was einfallen.
 
und dann hätte ich noch das Modell für "Plastiksünder".
 
Es kommen mir grad die schrecklichen Bilder in den Sinn,
 von den Tieren mit Plastik im Magen
und Möwen,
sowie andere Vögel,
 gefangen in schwimmenden Tüten,
Plastiknetzen und so weiter...
 
Also!
 
Gehörte ich zu den Plastikbeutelbenutzern,
weil ich mich zu keiner Alternative durchringen kann,
würde ich jedes mal einen Franken Beiseite legen
und davon eine Umweltorganisation unterstützen.
(da hab ich die Lösung was ich mit dem Geld mache)
Vielleicht würde das mein Denken in eine andere Richtung lenken.
Bin überzeugt das ein schönes Sümmchen zusammen käme.
 
 
Wir sind keine besseren Menschen,
als jene die Plastiktüten benutzen
und fühlen uns auch nicht so.
Doch wir wollen doch alle eine schöne heile Welt!
Beginnen wir mit dem Verzicht von Plastiktaschen.
Bist du dabei?
 

Sonntag, 27. November 2016

Alternative...

also!
Wenn Du mich fragst?
Ich steh nicht so auf Adventskränze.
Vielleicht liegt es an der Prägung?
Hatten Zuhause nie einen.
 
Gut! ich muss sagen...
Wenn ich sie im Blumenladen
oder bei jemandem zu Hause sehe,
gefallen sie mir meist gut.
 
Jedoch!
Kennst Du das?
Du siehst etwas das Dir gefällt
und trotzdem möchtest Du es nicht haben.
 
Genau so verhält es sich bei,
 mir mit dieser Art von Advents Schmuck.
Deshalb suche ich immer wieder nach Möglichkeiten,
 das Thema anders anzugehen.
Schliesslich möchte Frau,
 so ganz ohne auch nicht sein.
 
Was tun?
 
Letztes Jahr hab ich mir was gebastelt,
dass ich gestern,
 in einer meiner Weihnachtskisten wieder entdeckt habe.
 
Und - Zack -
stand es auf dem Küchentisch
 
 
Heute morgen zum Frühstück das erste angezündet.
 
Es ist ganz einfach herzustellen.
 

Du nimmst:

 
4 Gläser
 (z.B. Dessert Gläser aus dem Supermarkt
 - mmmmhhhh lecker)
 

Aus dem Bastelzubehör:

😊 Klebemotive
(auf dem Bild,
 Kerzen und Sterne)
Achtung!
die speziellen aus dem Bastelladen,
 lassen sich gut ablösen.
😊 Ice Pen Farbe
 
😊 Rechaud Kerzen nach Wahl

Werkzeug:

😊 1 Stecknadel -
evt. Pinzette
😊 Schwämmchen
 

und so wird's gemacht:

Du klebst die Motive auf die sauberen Gläser,
tupfst mit dem Schwämmchen die Ice - Pen Farbe auf.
lässt es antrocknen.
Dann mit einer Stecknadel
und der Pinzette das Motiv vorsichtig abziehen.
Weiter wie auf dem Ice-Pen vermerkt.
Bei mir stand 24 Stunden trocknen lassen
und bei 160 Grad 15 Minuten in den Backofen.
 
E Voila!
😊 nun auf ein hübsches Tablett
😊 vielleicht auch mit Tortenpapier
😊 Teelichter rein
und fertig ist die etwas andere Adventskreation.
 
Solltest Du es "nachbauen",
so wünsche ich viel Spass
und sowieso

für alle

einen wunderschönen 1. Advent 2016

 
 


Samstag, 26. November 2016

Zeit...

"In jeder Minute,

die man mit Ärger verbringt,

versäumt man sechzig glückliche Sekunden."

- William Somerset Maugham -
 
 
und ich bin überzeugt...
Die glücklichen Sekunden zählen Doppelt.
 

Freitag, 25. November 2016

Was Ohren verraten...

Machte mir nicht nur in den letzten Tagen,
 so meine Gedanken über das Schubladisieren von Menschen,
 Charakterzügen oder Tätigkeiten.
Nicht so einfach das Ganze abzulegen.
 
Dabei kam mir jedoch dieses Erlebnis in den Sinn.
 
Vor langer Zeit waren wir mit einem Ehepaar befreundet,
von dem ich heute noch bedauere das wir keinen Kontakt mehr haben.
 
Warum?
 
Das kann ich Dir nicht mal beantworten.
Unsere Freundschaft hat sich nach einer sehr intensiven Zeit,
plötzlich verflüchtigt.
Das letzte woran ich mich erinnere...
Ich war für längere Zeit krank und
 sie sind für mich,
 Knall auf Fall ins Ausland gezogen...
Mmmmmhhhh!
und damit kam...
 glaube ich das...
Aus.
 
Es war,
jetzt im Nachhinein daran gedacht,
als wäre mit ihnen ein Tornado durch unser Leben gewirbelt
und plötzlich war es wieder wie früher.
Die Ruhe nach dem Sturm.
 
Mit Sturm meine ich eine aufregende, extrem Laute und sehr lustige Zeit.
Ich habe noch nie zuvor mit jemandem so viel gelacht,
wie mit den Beiden.
Sogar Urlaub haben wir mal zusammen gemacht
und wenn wir Abends ins Bett gingen taten uns die Bäuche
 und der Hals von den Lachattacken weh.
Kaum am nächsten Morgen am Frühstückstisch,
ging es wieder los.
Wir brachten zu Viert eine Fantasie zustande,
die, hätte man diese in Leuchtenergie umwandeln können,
mancher Ort davon genährt werden konnte.
 
Wie dem auch sei.
Kennengelernt hatten wir die Beiden durch die Mitgliedschaft in einem Verein.
Der erste und letzte in meinem Leben.
*grins - ich gestehe - bin keine Vereinsmensch*
Eines Abends,
es war so gegen Ende des Jahr,
gab es eine letzte Versammlung mit anschliessendem Essen.
Dabei sollten die Mitglieder gelobt und ausgezeichnet werden,
die im Laufe des Jahres besondere Leistung erbracht haben.
Demzufolge war der Andrang in dem Kellerlokal riesig
und vor allem ganz rasch, sehr eng. 
Wirklich eng!
Ich fühlte mich nicht wohl.
Hatte das Gefühl ich bekäme kaum Luft.
Mist -
nun hatte ich auch noch einen Platz weit weg vom Eingang
und dabei wollte ich nur raus.
Hätte ich das echt getan,
hätte ich mehrere Personen von ihren Sitzen aufscheuchen müssen.
Etwas das mir damals noch peinlich erschien.
Heute wäre das kein Problem.
 
Mein Hals machte sich eng,
ich bekam Heiss und
alles in mir schrie
- RAUS! -
und eine andere Stimme.
die Vernunft Stimme sagte
- NUR RUHIG!
Du packst das schon.
 
Das tat ich dann auch.
Blieb ganz schon brav sitzen.
Versuchte alle Emotionen im Griff zu haben.
Wahrscheinlich mit dem
"Rehlein vor dem Scheinwerferlicht stehend" Blick
 
Meine Freundin merkte ganz rasch,
dass ich auf glühenden Kohlen sass,
guckte mich an
und fragte:
"Hast du dich schon mal geachtet,
dass jeder Mensch eine andere Ohrenform hat?"
 
"Also - meine Mutter sagte immer,
dass Männer mit grossen Ohren erfolgreich seien
und ich soll mich vor angewachsenen Läppchen hüten"
(Sorry! solltest du welche haben)
Das war meine Antwort.
Sie lachte laut auf.
 
"Ja schon"
sagte meine Freundin
"das mag stimmen,
guckst du jedoch genau...
ist jede Form und Art anders.
Geh weit über angewachsene Läppchen drüber hinaus.
Es ist wie der Fingerabdruck,
den es auch nur einmal gibt"
 
Was soll ich sagen?
Ich erinnere mich nicht mehr,
wer an diesem Abend einen Pokal bekam,
was für eine Dankesrede abgehalten wurde.
Am Rande auch nur...
....das sich jemand beschwerte der sich vom Verein ungeachtet fühlte
und ein junger Hund der Pipi auf den Boden gemacht hatte.
All das war nicht interessant.
Aber die Ohrengeschichte.
 
Wir beobachteten Ohren,
verglichen Ohren,
kicherten leise über Ohren
und tuschelten über diese und ihre Besitzer.
Hatten damit einen sehr vergnügten Abend.
Mein Fluchtgedanke zu Beginn der Veranstaltung,
 wurde zur Vergangenheit.
 
Als wir uns nach dem Essen verabschiedeten
(Schinken mit Kartoffelsalat und Fruchtsalat zum Dessert)
flüsterte mir meine Freundin ins Ohr:
"Du wirst das nie mehr vergessen.
In Zukunft wirst du bei jedem Menschen auf die Ohren gucken!
Denn mir geht es auch so"
lachte und machte sich winkend auf den Weg zum Auto.
 
Leute!
Auch wenn ich diese Aussage als einen Scherz nahm.
ES IST SO!
 
und das Beste...
 
DU JETZT AUCH!
 
Im übrigen - das Internet ist voll zu diesem Thema.
Interessiert?
Gibst du "Was Ohren verraten" bei Mister Google ein.
Natürlich nur wenn du nicht grad in einem Antischubladisierungsmodus bist!
HAHAHAHAHA!
 
 
 
 
 

Donnerstag, 24. November 2016

Gedanken malen

"Vergiss nicht,

Glück hängt nicht davon ab,

 wer du bist oder was du hast;

es hängt nur davon ab,

was du denkst,"

- Dale Carnegie -
 
mit guten Gedanken einen positiven Tag malen...





Mittwoch, 23. November 2016

Spieglein - Spieglein....

"Spieglein, Spieglein an der Wand..."

 
 
 
Ich weiss nicht wie es Dir ergeht,
 wenn Du in den Spiegel schaust?
 
Meiner sagt:
"Naaaaa!
auch schon attraktiver ausgesehen."
 
ICH
Na hör mal!
schliesslich bin ich schon längst ü50.
Steh in 3 Jahren in der Zahl 60.
Mal gucken wenn du so alt...
dann bist du wohl blind?"
*grins*
 
ER
Wir sprechen jetzt nicht über mich!
Zumal bei guter Pflege ich Dich allemal überlebe.
 
ICH
aufgehängt...
*lach*
Abhängig von einem Nagel und einem Putzlappen
*Doppel lach"
 
Also!
bleiben wir Sachlich und Korrekt
 
ER
Also gut!
Doppelkinn! das ist Sache.
Korrekt!
Wohl etwas zu gut gegessen?
 
ICH
Dafür habe ich kaum Falten!
Natürliches Lifting nennt man das.
 
ER
Na, na, na,
Die Elastizität der Haut hätte doch wohl
etwas Hyaluron nötig.
Dann ein bisschen Botox da...
etwas Skalpell hier
und Fettabsaugen wäre auch nicht schlecht.
 
ICH
Du bist wohl nicht sauber geputzt?
So was kommt mir nicht unter.
 
ER
Wahrscheinlich auch vernünftig,
was müsste ich sonst wohl angucken?
Da der ganze Rest,
dein Rubens Körper mit Orangenhaut,
 nicht darauf abgestimmt wäre.
 
ICH
grrrrrrrrr!
 
ER
Bei deinen Lidern....
....da ist nicht mehr viel,
 von deinen einstig grossen Augen,
 zu sehen.
Schau mir in die Augen Kleiner,
wird wohl Bald der Vergangenheit angehören?
 
ICH
Na zu Glück hat sich die Farbe nicht verändert.
Ich hab wenigsten Augen
du nur nichtssagende Fläche.
*auslach*
 
ER
Das Haar nicht mehr so üppig,
die Lippen schmäler
und die Mundwinkel im entspannten Modus eher hängend.
Also wenn ich Dich mit vor 20, 30 Jahren vergleiche....
Tstststs
Dir pfeift heute keiner mehr hinterher.
 
ICH
Brauch ich das?
Hat mich damals schon genervt.
Will für mein Sein geliebt werden.
Deswegen,
 sprechen wir doch mal über die Inneren Werte.
 
ER
Na,
nun kommst Du mit dem Neumodischen Kram.
Innere Werte...
Das ist doch das...?
Wovon alle sprechen und niemand wählt danach?
Augenwischerei!
 
ICH
Das die Schwerkraft seinen Zoll verlangt,
 wenn man älter wird,
 ist so klar wie Klossbrühe.
Doch da gibt es Dinge die sind viel Wichtiger.
Deswegen lassen wir mal die Optik beiseite.
 
ER
Papperlapp!
Optik weglassen.
Das geht doch gar nicht.
 
ICH
Na!
Als Spiegel schon nicht.
Ist ja Dein Job.
Also wenn ich es mir so überlege,
schon etwas eingeschränkt
und vor allem Langweilig dein Leben.
*laut lach*
Dein kurz Einsatz Morgens & Abends,
da wäre ich auch so gehässig.
 
ER
Jeder tut was er muss
und kann.
 
ICH
Na meine Worte!
Mein Muss heisst,
Zufrieden und glücklich zu sein.
Mich zu akzeptieren wie ich bin.
Nicht zu fragen:
"Spieglein - Spieglein an der Wand
wer ist die Schönste im ganzen Land"
Weil mich das gar nicht interessiert
und mich nicht weiter bringt.
Jedes Jahr,
 ob mit
oder ohne Falten,
 zu geniessen.
Und halt noch mehr zu lachen,
damit die Mundwinkel nicht immer hängen.
Du weisst Schwerkraft bedingt!
 
Übrigens,
 auch nicht dem Geschwätz eines eingebildeten
und verlogenen Spiegels zu unterliegen.
Denn warst nicht du der,
 welcher über Jahre schwor...
 
"Frau Königin ihr seit die Schönste hier"
 
Das hast DU!
 allen Ernstes dieser bösen Hexe prophezeit?
Schäm dich Spiegel.

Dienstag, 22. November 2016

Schon Bald...

Man spürt es schon und kann es beobachten,
der Dezemberstress liegt in der Luft.
 
Der Auslöser?
 
Vielleicht das Wort Advent?
 
Denn am kommenden Sonntag geht es mit dem 1. los.
 
Ich verstehe es nicht?!?!?
Warum ist das so!?!?
 
Es könnte doch ein schöner Monat werden,
vielleicht sogar der schönste im Jahr.
Und was tun wir damit?
 
Eines ist auf jeden Fall sicher...
Wir tun Herrn Dezember echt unrecht.
 
Das alles weil wir uns zu wenig Zeit für ihn nehmen
und das Gefühl haben,
innert kurzer Zeit
und auf den letzten Drücker,
möglichst viel unternehmen zu müssen.
 
Vor 14 Tagen habe ich damit begonnen,
 meinen Adventsschmuck zu basteln.
Vor 1 Monat Gedanken zu meiner Deko zu machen
und Ideen zu sammeln.
Denn dazu sind die Brüder des Dezember...
Oktober und November da.
 
"Ja - Ja, ich weiss...
Du denkst die hat gut reden.
Hat wohl massenhaft Zeit.
Keinen Stress."
 
Leute!
Ich mach mir keinen Stress.
Denn dafür bin ich verantwortlich.
Warum sollte ich mir das antun?
 
Sogar als ich 100% Angestellt war,
oder mit dem eigenen Geschäft stark ausgelastet,
nahm ich mir die Zeit meine eigene Deko für die Fenster herzustellen.
Meine Wohnung Feierlich zu schmücken.
 
Es ist eine Frage der Priorität
und der Einstellung,
sowie ein bisschen Management.
Gepaart von seinen eigenen Vorstellungen.
 
 
Ich freue mich riesig auf diese Zeit.
So - und nun....
möchte ich noch ein paar Äste kalken,
in ein hohes Glas stellen
und mit Weihnachtsdekoration bestücken.
(bei Gelingen folgt ein Bild auf diesem Kanal)
 
Tschüsschen und bleibe schon cool!
 
mit gesammelten Naturmaterialen
und etwas Schleife mache ich mir mein Haus hübsch


Montag, 21. November 2016

Wie ein Grashalm...

"Sei zäh wie ein Grashalm:

fest verwurzelt,

willig zu lernen

und im Frieden mit deiner Umgebung."

- Natalie Goldberg -
 
und strahle wie eine Blume...😃
 


Sonntag, 20. November 2016

Gewohnheitstiere...

Menschen sind Gewohnheitstiere.
Tiere auch!
 
😂😂😂😂
 
Diesen Satz sagte ich diese Woche einer Freundin
und nun,
darüber nach gedacht,
 kam mir folgende Geschichte in den Sinn.
 
Im Alter kurz vor meinem Eintritt in den Kindergarten,
also so viereinhalb oder fünf,
meinte der Kinderarzt zu meiner Mutter:
"also es wäre gut wenn die Kleine mal einen Tapetenwechsel hätte.
Raus aus der feuchten Parterre Wohnung,
zu frischer Luft aufs Land.
Bestimmt ist sie dann weniger krank!"
 
Kurz darauf wurde ich an einem trüben Tag,
auf den Bahnhof gebracht.
Im Abteil kam eine nette Ordensschwester
und legte mir ein Schild um den Hals.
Sie stieg dann aus und ich blieb alleine zurück.
Das war ganz gegen meine Gewohnheiten.
Kannte ich bis Dato nur Reisen mit Papas Auto und der  Trambahn.
So sass ich,
recht verloren,
 im Zug der mich irgendwo hin brachte.
Als der Schaffner kam,
lächelte er mich an und sagte:
"So kleines Fräulein,
nächster Halt aussteigen.
Du musst aber keine Angst haben,
wirst abgeholt."
 
So war es dann auch.
Eine andere Ordensschwester holte mich auf dem Bahnsteig ab.
Ich weiss nur noch,
dass wir es ganz schön eilig hatten.
Nahm mir etwas hastig das Schild vom Hals
und dann rannten wir zum wartenden Bus.
Mit diesem fuhren wir übers Land,
 bis zu einer Bushaltestelle mitten im Grünen. 
Ich vermisste jetzt schon meinen Bruder...
und musste beim Gedanken an ihn die Tränen runterschlucken,
schliesslich wollte ich nicht das fremde Menschen sehen wie ich weine.
 
An der besagten Bushaltestelle wartete ein grüner Jeep,
Dort wurde ich neben einen fremden Mann
auf den Sitz gehoben.
Er stellte sich als Herrn S. vor
und er sei der Bauer der das Sagen hätte.
Das war alles -
Sonst redete er nicht mit mir.
 
Das war auch in den kommenden 6 Monaten so.
Es wurde instruiert was ich zu tun oder zu lassen hatte,
viel geschimpft, angeschrien und noch mehr alleine gelassen.
 
Ich war bei einer Bauernfamilie,
Also Vater, Mutter, Baby und Hund,
auf einem Hof weit ab vom Schuss gelandet.
Möchte nun nicht zu weit ausholen,
es sei nur so viel erzählt,
dass ich bei gutem Wetter auf ein Feld geschickt wurde.
Dort musste ich Huflattich Köpfchen abknipsen
und in eine grosse Tasche verstauen .
Auf einem anderen Feld Steine einsammeln
und am Rand ablegen.
War das Wetter schlecht,
wurde ich in einen Keller gebracht der dunkel
und feucht war.
Überall tropfte es von der Decke.
Am Boden lagen Planken auf denen man gehen musste,
denn ringsum hatte es Wasser.
Dort alleine...
ich hatte echt Angst.
Tagelang musste ich in diesem Verliess,
 Kartoffeln nach Grösse sortieren.
Oder verfaulte Äpfel aus den Guten.
Karotten und anderes Gemüse in Harassen abfüllen,
oder Apfelsaft in Flaschen
 
Später als ich den Film Cinderella gesehen habe,
glaubte ich zu wissen,
 wie sie sich beim Erbsen sortieren gefühlt haben muss.
 
Auf dem Hof musste ich ausserdem beim putzen,
misten und beim Baby Aufpassen helfen.
Bei all den Arbeiten war ich meist alleine.
War oft traurig
und hatte keinen Menschen dem ich irgendwas erzählen konnte,
Oder der mich in den Arm nahm.
 
Die Bäuerin,
war eine unzufriedene Frau,
die mir am ersten Tag schon sagte:
Du bist mir so unsympathisch,
so viel Geld kann mir gar niemand geben,
als das ich dich mögen würde.
 
Unsympathisch?
 
Ich kannte das Wort nicht.
Aber war ja auch egal,
denn das es nichts Gutes war das war zu spüren.
Meinen Eltern hatte man anscheinend untersagt,
dass sie zu Besuch kämen.
Meine Sehnsucht sei zu gross
und es würde mich nur unnötig belasten.
Weil ich ja noch einige Monate zu bleiben hätte.
Das hatte ich mir selbst zu zuschreiben,
keifte mich die Bäuerin an:
"Nachdem Du dem Auto des Tierarztes,
(das die selbe Farbe wie das meiner Eltern hatte)
schreiend wie eine Irre hinterhergerannt bist.
 
Ja ich weiss!
zu dritt haben sie mich nach Hause getragen.
So habe ich mich gewehrt und geschrien.
 
Ein Mensch ist ein Gewohnheitstier!
 
und da ich gewohnt war mich mit anderen zu Unterhalten,
am meisten mit meinem Bruder,
fing ich an in den Tieren des Hofes meine Zuhörer zu suchen.
Da gab es nach kurzer Zeit Sonja.
Sie war meine Lieblings Kuh.
Und unumstritten die Verständnisvollste,
leckte mich wenn ich weinte
und angelte zu meiner Belustigung,
 mit ihrer langen Zunge nach einem Grashalm den ich ihr hin hielt.
Dann waren da noch die Hühner.
Obwohl die hatten nicht immer gute Laune.
Heute würde ich sie Zickig nennen.
Aber kein Wunder,
musste ich oft ihre Eier einsammeln.
Wenn ich das nicht tat,
tanzten sie für mich.
(nach Körner scharrend)
 
Ein kleiner Hofhund der war witzig,
aber nicht immer da...
war wohl oft auf Freiersfüssen.
Hingegen sein Kumpel der grosse Benno,
war all gegenwärtig
und mit ihm sprach ich,
 weil ich Angst vor ihm hatte.
Kein Wunder manchmal knurrte er
und ich wusste nicht warum.
 
Die Schafe.
Gut die Konversation war auch da oft etwas einseitig.
Doch sagte ich "Bäh"
Meinten sie doch wenigsten hin und wieder "Bäh" zurück.
 
Und am allerliebsten hatte ich die Schweine.
Das waren meine Helden.
Jedoch glaubte ich,
dass die Bäuerin diese genauso hasste wie mich.
Warum?
 
Stell Dir vor,
jedes Mal bei schönem Wetter,
 wenn sie die Wäsche draussen zwischen Haus
 und Scheune an die lange Leine hängte,
 geschah das selbe.
Kaum hatten die Schweine,
 die flatternden langen weissen Leintücher gesehen,
rannten sie aus ihrem Schlammloch,
quickend unten durch.
Manchmal rissen sie diese von der Leine
 und rannten wie Gespenster über den Hof.
Die Bäuerin schrie total aus dem Häuschen:
"Wer zum Teufel hat das Schweine Gatter aufgelassen?"
Dann kam der Bauer aus dem Stall gerannt
und schrie ebenfalls:
"Schrei doch nicht so!"
Dann wurde eine Runde geflucht
und dann stritten sie.
 
Da sich diese Szenerie jedes Mal aufs Neue wiederholte.
Hatte ich mir nach dem 2mal einen Logenplatz
 im oberen Stock am Fenster gesichert.
Lachte mich schief
und rannte in Gedanken mit den Schweinen mit.
Jawohl! Jubelte ich...
Jawohl! hopp hopp!
 
Meine etwa 20 Heroes mit Ringelschwanz,
 setzten sich einfach über das "gezetter" der Bäuerin hinweg
und drehten noch mal ne Runde.
Umso mehr sie schrie,
umso wilder quickten sie.
Wenn sie dann nicht mehr weiter wusste,
nahm sie einen Stock den sie sich parat gestellt hatte.
Das war der Zeitpunkt wo ich mich vom Fenster entfernte.
 
Leute - ich habe gesehen wo das Wort
"Sauhaufen"
seinen Ursprung gefunden hat.
hahahahaha!
 
Warum die Bäuerin ihre Gewohnheiten,
so wenig wie die Schweine
hahahaha
änderte,
 ist mir bis heute ein Rätsel.
 
Irgendwann stelle sich heraus,
das dieses besagte Gatter gar niemand offen gelassen hatte,
sondern der Riegel für den Druck der wild gewordenen Schweine,
zu schwach war.
 
Du kannst Dir vorstellen wie froh ich war,
als meine Zeit dort abgelaufen.
 
Apropos!
Diese Idee des Arztes,
von wegen weniger krank...
Das war ein Schuss in den Ofen.
und mein Bild von Erwachsenen auch nicht besser.
 
Irgendwann -
da war ich schon verheiratet,
entdeckte ich bei einem Motorradausflug mit meinem Schatz,
den besagten Hof.
Er liegt etwa 20 Kilometer vom Wohnort meiner Kindertage.
15 Kilometer von meinem Jetzigen.
Und wenn ich heute daran vorbei fahre,
dann ist das würgen im Hals,
 aus den Entdeckungsanfängen,
dem glücklichen Gedanken:
"Nie mehr wieder"
gewichen.
 
Man kann Gewohnheiten ändern.
Manchmal schwer,
 doch wenn man will klappt es.
Ob das Schweine auch können?
haahahaha!
 
Grad mal überlegen,
 welche ich als nächstes in Angriff nehmen möchte.
grins!

Samstag, 19. November 2016

Vergnügen...

"Weisst Du worin der Spass des Lebens liegt?

Sei lustig.

Geht es nicht,

 so sei vergnügt."

- Johann Wolfgang von Goethe -
"Aramis le joyeux" in der Bretagne
Vergnügt zu sein,
das liegt mir sehr...
und um Spass zu haben...
da fällt mir so allerhand ein.
Und manchmal...
helfen mir meine Hunde!
Für sie ein Sekunden Akt
ohne Stress und Zwang,
für mich eine Erinnerung auf Foto,
das gute Laune macht.

Mir ein Schmunzeln entlockt.

Freitag, 18. November 2016

Sturm

Es ist mal gerade 04:30h als ich vor wenigen Minuten erwachte.
Schon das 4 Mal heute Nacht,
 dass ich plötzlich aus dem Schlaf gerissen wurde.
Es Stürmt draussen wie verrückt
und für einen Moment,
im Dämmer Zustand des Erwachens,
glaubte ich...
.... wir seien in der Bretagne.
 
Unsere Bretagne,
vor Jahren entdeckt und mittlerweile oft angereist,
ist sie in unsere Seelen eingeschlossen.
Dort fühlen wir uns ebenfalls zu Hause.
Egal bei welchem Wetter.
Denn das ist so Launisch wie es sonst kaum wo sein kann
und schreckt den einen
 oder andern ab diesen wilden Fleck Erde zu besuchen.
 
Ich sag ja immer:
"es gibt den Süden- und den Norden Typ.
und ich glaube ich kann mich definitiv zum 2.eren zählen.
hahahahaha!
 
Wild muss es sein,
urtümlich und echt!
 
Vor einigen Jahren,
wir hatten uns mit zwei Hunden,
 für 4 Wochen Urlaub,
 in dem Haus am Meer,
auf der Düne eingerichtet.
Dort sassen wir nun Buchstäblich
 für eine ganze Woche in diesem fest.
Eine ganz neue Erfahrung.
 
Und obwohl ich mich weder vor Gewitter,
noch vor starkem Wind fürchte,
war mir da Zeitweise schon etwas komisch zu Mute.
Denn es stürmte was das Zeug hielt.
 
Die Klappe des Kamins,
an der sowieso wegen der Winde ein schwerer Stein hing,
wurde von uns mit langen Hundeleinen herunter gezurrt.
Zum einen weil das ständige laute Geklapper kaum auszuhalten war,
zum andern weil wir echt das Gefühl hatten dieser Deckel würde weggerissen.
 
Vor dem Fenster,
 mit dem Blick in den Garten,
 zogen von der Meerseite abgewendeten,
die schweren Holzgartenstühle mit Tisch an uns vorbei.
Blieben an der Hauswand hängen
um sich dort dann nach Gutdünken von Herrn Sturm,
 in einer speziellen Mikado Form zusammen zu quetschen.
 
Ein Gang nach Draussen,
weil die Hunde ja mal mussten....
wurde zum Abenteuer.
Aramis mein treuer Begleiter fand heraus,
dass er nun halt wie kleine Mädchen Pipi machen musste.
Er hatte erfahren und an seinem Papa Harun gesehen,
dass wenn Hund bei dem Wetter das Bein hebt,
man ungefragt um plumpsen kann.
 
Das eine oder andere mal musste der alte Harun,
gehalten und stabilisiert werden.
So taten wir gut,
auf der richtigen Seite zu stehen,
damit wir nicht im Urinregen standen.
 
Miteinander draussen sprechen...
ein Kapitel für sich.
Es wurde eher geschrien.
Und stand man ungünstig wurden die Worte einfach davon getragen
und kamen nicht beim gewünschten Empfänger an.
Die Jacken plusterten sich auf,
die Kapuzen vom Kopf gerissen
und die Hosenbeine waren wie Kaminrohre.
 
5 Minuten draussen kamen uns wie 3 Stunden Kampf vor.
Zurück im Haus,
gab es uns ein so starkes Gefühl der Geborgenheit,
das wir uns bei einer heissen Tasse Tee glücklich anstrahlten.
 
Ich stand oft am Fenster und blickte zum Meer,
dessen Wellen Tag für Tag höher wurden.
Es war für mich ein Rätsel,
 wie die hohen schlanken Bäume der kleinen Allee,
auf dem Weg zum Meer,
dem Stand halten konnten.
Manchmal beugten sie sich so tief,
das ich die Luft anhielt weil ich glaubte:
"Es kann nicht sein, jetzt brechen sie gleich"
Doch nichts da.
Nichts brach.
Sie waren in dem Moment wie aus Gummi
und richteten sich immer wieder auf.
 
Unsere Tage verbrachen wir mit richtig guten Gesprächen,
lesen und scrabblen.
Meinem 10`000 er Puzzle,
malen oder Musik hören.
Zwischendurch,
 wurde eine DVD aus der Sammlung des Hausbesitzers geguckt.
Mit den Hunden wurden im grossen Wohnraum Aufmerksamkeitsübungen
und Suchspiele gemacht.
So auch ein weiteres Kunststück eintrainiert und gefestigt.
Zeit genug hatten wir ja alle mal.
 
Die Essenvorräte reichten,
das wir nicht Einkaufen fahren mussten.
uff! Glück gehabt.
Die Menus wurden gegen Ende dieser Sturmwoche einfach immer bescheidener.
Aber wir bewegten uns ja im Verhältnis zum "normale" Alltag,
viel weniger...
...also mussten wir auch keine grossen Portionen essen.
Da waren wir uns einig
und unsere Mägen gaben uns recht.
 
Nach 2 Tagen hatte man sich damit arrangiert,
dass diese heftigen Sturm Geräusche nicht abgeschaltet werden können.
Man wünschte sich trotzdem einen Aus Knopf dafür
oder wenigstens mal eine Stunde Pause.
Denn damit wäre uns bestimmt nicht nur das Einschlafen Nachts,
 etwas leichter gefallen.
Auch fehlte das unbeschwerte nach Draussen gehen.
Für längere Zeiteinheiten.
So wie gewohnt 
und ohne gegen den Wind ankämpfen zu müssen.
Oder wenigstens ein Fenster öffnen zu können.
Stattdessen mussten wir,
so waren wir überzeugt,
mit einem ungewohnten Kraftakt,
einige Fensterläden auf unbestimmte Zeit schliessen.
denn es war echt heftig,
 wie der Wind an manchen Stellen gegen die Scheibe drückte.
 
Genau nach einer Woche,
erwachten wir eines Morgens weil wir nichts hörten.
Es war so unglaublich ruhig.
Fast schon unheimlich.
Ich guckte meinen Mann an und fragte:
"was hörst Du?"
und ich werde sein zufriedenes,
 vom Schlaf noch gezeichnetes Gesicht nicht vergessen,
als er sagte:
"ha - ich höre nur meinen Tinnitus!"
und dann strahlte er mit der aufkommenden Sonne um die Wette.
 
Wir gingen im Schlafanzug in den Garten.
Atmeten tief durch,
umarmte uns.
Und das Gefühl von gewonnener Freiheit,
 war in dem Moment so gross,
dass die Hunde anfingen um uns herum zu wuseln.
 
Wir waren einfach nur glücklich
und die Hunde anscheinend auch!
Und es war so...
als sei Herr Sturm nie da gewesen...
 
 


 

Donnerstag, 17. November 2016

Wohin?

"Gleich,

an welchem Punkt eines Irrweges man umkehrt:

Es ist immer ein Gewinn."

- Aus der Türkei -
 
Bretagne
Auch eine Sackgasse kann kurzzeitig interessant sein.
Doch sollte man wirklich erkennen wenn der Weg nicht weiter führt.
Auf dem Absatz rechts umkehrt machen
und fröhlich darauf pfeifend,
 das Ganze unter Erfahrung abbuchen.
 
Es ist nie zu spät sich anders zu entscheiden.
Aber tun muss man es!
 
Solltest Du im Moment an einer Weggabelung
oder gar in einer Sackgasse stehen,
so wünsche ich Dir von Herzen viel Mut
und Kraft für den Gang auf dem passenden Weg.
 


Mittwoch, 16. November 2016

ABER...

"Nur der mit Leichtigkeit,

mit Freude und Lust die Welt sich zu erhalten weiss,

der hält sie fest."

- Bettina von Arnim -
 
Den Spiegel vorhalten, nicht so einfach, doch oft Wirkungsvoll.
Es schadet nicht wenn man sich mal den Spiegel vor hält.
Sein Tun und Handeln beleuchtet
und alte Muster erkennen will um diese vielleicht zu durchbrechen.
So dachte ich als ich dieses Sprichwort von Bettina von Armin las.
 
So fällt mir nicht nur an mir auf,
dass das Wort "ABER" viel zu oft genutzt wird.
Sind wir mal ehrlich,
bei jedem benutzten ABER,
 hängt etwas Einschränkendes am Rockzipfel.
 
So dachte ich weiter:
"ich versuche mich morgen den ganzen Tag zu achten,
 wie oft und wann ich das "ABER" Wort benutze.
 
Nein!
Gar nicht -
ruft die Rebellin in mir,
Da mache ich doch gleich Nägel mit Köpfen.
ich versuche das "ABER" gar nicht mehr verwenden.
und kaufe mir damit,
so bin ich überzeugt,
ein Stück Freiheit.
 
Machst Du mit?
 


Dienstag, 15. November 2016

in meiner Haut...

"In meiner Haut bin ich der Wichtigste und Wertvollste.

Leider wohnt da sonst keiner,

der das auch findet.

- Martial -
 
 
Entgegen dem was man als Kind oft gesagt
und vermittelt bekommt,
ist es nichts Schlechtes sich gut zu finden.
Vorausgesetzt es hält sich in einem Rahmen 
und steigert sich nicht zum Grössenwahn.
 
"Sich in seiner Haut wohl zu fühlen
und Eins mit sich zu sein"
Ist doch so Wichtig.
Oft wichtiger als wir es ahnen können.
 
Also auf! Leute!
Lasst es euch gut gehen,
denn das zieht seine Kreise in deinen Alltag
und Dein Umfeld.
Fühlst du Dich gut,
Zieht das wie ein Magnet auch gute Dinge an,
bringt Dir positive Erlebnisse
und neue bereichernde Bekanntschaften.
 
Du glaubst es nicht?
Dann ist es doch ein Versuch wert!
 
 
 
 


Montag, 14. November 2016

Segel...

"Der Pessimist klagt über den Wind,

der Optimist hofft,

dass der Wind sich dreht

und der Realist hisst die Segel."

- Sir William Ward -
Segelboothafen in der Bretagne
 
Du hast immer mehrere Möglichkeiten zu Handeln.
Also entscheide Dich so, dass es für dich passt!

Sonntag, 13. November 2016

Lieblingsbild...

Würde mich jemand nach meinem Lieblingsbild fragen,
so käme ich echt in Konflikt.
Denn jeden Tag,
oder sogar öfters entdecke ich Fotos die mir gefallen.
Manchmal gelingt auch mir ein Schuss,
dass ich dies als DAS Bild betiteln kann.
 
Heute Morgen z.B...
da machten wir in einem Naturschutzgebiet,
 ganz in der Nähe unseres Wohnortes,
den obligaten Hundespaziergang.
 
Schon öfters waren wir dort.
Zu allen Jahreszeiten.
Unser Weg immer der Selbe
und trotzdem entdecken wir immer wieder etwas Neues.
 
Die Temperatur Kalt,
die Wiese,
Das Holz,
 das geschnittene Schilf rund um die Weiher
und das Laub auf dem Gehweg,
alles voller Reif.
Der Hauch des Spätherbstes verzauberte alles.
 
Dazu die Feuchte Luft,
die Gerüche des Modernden Laubes,
bunte Samen des Pfaffenhütchens,
Hagebutten und Co.
machten das Ganze irgendwie Komplett.
So auch Stimmig.
Es war einfach schön.
Nicht zu Letzt,
 weil wir Mutterseelen alleine,
 dort unterwegs waren.
 
Wieder zu Hause in der warmen Küche,
nach einem ausgiebigen Frühstück
und vor einer Tasse Tee,
suchte ich aus einer Handvoll von Bildern,
dieses Foto...
mit dem Handy entstanden.
Auf dem,
wie ich empfinde,
Die Vergangenheit - Blätter die zerfallen,
Der Gegenwart - Eis Zucker auf allem.
Die Zukunft - Ahornsamen,
zu sehen sind.
 
Und ich kann ehrlich sagen:
"das ist heute mein Lieblingsfoto"
vielleicht auch noch morgen,
übermorgen oder für immer?
Oder eines von vielen?
Wer weiss?
 
*grins*


Samstag, 12. November 2016

Mein 1. Herz...

Was vor nicht allzu langer Zeit ins Leben gerufen wurde,
kann nun mit der Zahl von
 

6`5 0 0

Klicks gefeiert werden.
 

Vielen Dank ihr lieben

Leser und Leserinnen

Wie passend das ich Heute über dieses Sprichwort gestolpert bin
und ich dieses Bild dazu gestalten konnte.
Du weiss, ich steh auch ein bisschen -
aber wirklich nur ein klitzekleines bisschen,
auf Kitsch...
Man merkt es kaum!
 
Hahahahaha!
 
 
Vielleicht treffe ich auch Deinen Nerv damit,
es würde mich freuen.
Und du ahnst es bestimmt,
jetzt auf den Geschmack gekommen,
werde ich immer wieder mal
und hin und wieder,
dass eine oder andere Werk,
 in dieser Art hier platzieren.
 
Wünsche Dir einen prächtigen Samstag Abend
und sage Tschüsschen bis Morgen

Freitag, 11. November 2016

im Herbst

- Wilhelm Busch -
 
Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feines Festgewand.
 
Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübten Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.
 
Ja, tausend Silberfäden geben
dem Winde sie zum leichten Spiel,
sie ziehen sanft dahin und schweben
ans unbewusst bestimmte Ziel.
 
Sie ziehen in das Wunderländchen,
wo Liebe scheu im Anbeginn
und leis verknüpft ein zartes Bändchen
den Schäfer mit der Schäferin.
 
zarte Fäden spinnend...


 

Donnerstag, 10. November 2016

zündende Idee...

Alles Mögliche haben wir probiert.
Klapperdose mit Steinchen,
Klapperdose mit Münzen,
Wasserstrahl.
und sogar ein Knaller.
 
Auf die Dauer hat nichts wirklich geholfen.
 
"Es kann doch nicht sein,
dass ich die Vögel füttere,
damit sie dann wie Delikatessen vom Futterhaus gepflückt werden können?
 
Ich sage so wie es ist...
...ich - als Katzenliebhaberin (jedoch ohne)
wurde langsam aber sicher echt sauer.
 
Im vergangenen Winter,
 habe ich zu Spitzenzeiten bis zu 5 Katzen pro Tag,
mehrmals und immer widerkehrend verscheucht.
Nichts nutzte Nachhaltig.
Eine Katze brachte es sogar fertig und lag,
trotz einer echten Höhe,
im Futterhaus
und wartete mit Räderaugen auf ihre Opfer.
 
Ich war echt frustriert.
Denn nicht genug.
Gegen Ende Winter,
 hatten wir es noch mit einem Falkenpärchen zu tun,
die meine kleinen Piepmäze während dem Körnchen picken,
 im Flug... mit ihren Krallen angelten
und davon trugen.
 
"Das ist Hardcore,
wenn du so eine Gelbmeise im Schnabel eines Falken siehst
und du nichts tun kannst"  
Sagte ich eines Abends,
 schon ein bisschen den Tränen nahe.
"ich weiss,
dass ist die Natur.
Aber so krass muss es doch nicht sein."
 
"Na du musst mal gucken wie gut genährt die sind.
Solch leckere Happen,
 bekommt weder Katze noch Wildvogel,
 irgendwo sonst auf dem Tablett serviert."
 
Ich schluckte:¨
"Wir sind doch hier kein Selbstbedienungsladen"
 
Ok!
Der Frühling kam.
Das grosse Vogelhaus wich 2 PET Flaschen die aufgeschnitten
und mit Körnern aufgefüllt,
 die einfachere Futter Variante darstellten.
Befestigt an einem Rosenbogen
und an einer langen Eisenstange,
war es wenigstens für die Katzen nicht mehr erreichbar.
 
Nun vor ein paar Tagen holte ich das Futterhaus wieder aus dem Schopf.
Wurde auf seine 3 Beine gestellt
und plötzlich kam mir die zündende Idee.
 
Wir fuhren zur Entsorgungsstelle,
dort wo Meterhoch das geschnittene Grüngut abgeladen wird.
Mit Hilfe meines Mannes,
transportierten wir dann ein grosses Bündel lange Äste Nachhause.
Diese wurde auf die gespannte Schnur zwischen den Holzbeinen,
unter das Vogelhaus,
 in eine Art Gitter geflochten und angebracht.
 
Brombeersträucher die ich eigentlich schon lange ausgraben wollte
und unterdessen Meterlange "Lianen" hatten,
wurden geschnitten
und unter diese Ast Konstruktion eingefädelt.
 
Es dauerte nicht lange,
 wippten die Vögel Neugierig auf den langen Ästen,
pickten Körnchen und
schienen recht zufrieden mit dieser neuen Art von Futterstelle.
 
Eine Katze erschien,
guckte sich das ganze an...
setzte sich -
guckte weiter
Und schlich dann frustriert von dannen.
 
"So ein Mist -
alles Verbaut und erst noch mit Autschn"
musste sie gedacht haben
"da kann ich ja gar nicht mehr....."
 
Mein Mann sagte lachend als er es sah:
"etwas Opulent,
willst du die langen nicht etwas einkürzen?"

"Ne! will ich nicht,
das bleibt so...
ich finde es schön und gut!
Sagte ich bestimmend...

Und die Vögel auch!"

Mittwoch, 9. November 2016

Otto...

"Attention les caillous"

(Achtung Steine)
 
schrie mein Bruder und wir rannten uns die Lunge aus dem Leib.
Unsere Kinderbeine gaben alles.
"Manchmal wenn ich so schnell springe,
 habe ich das Gefühl als könne ich fliegen."
Vertraute ich meinem Bruder am Abend an.
"Das ist die Angst!
die lässt uns fliegen."
Sagte er mit ernstem Gesicht.
"Ach! könnten wir das doch wirklich"
Wenn er so ernst sprach war sein Gesicht immer ganz weiss
und seine Augen stachen dunkelbraun,
 wie zwei Knöpfe hervor.
 
Wir sassen im gemeinsamen Kinderzimmer
6 & 7 Jahre alt.
 Wollten darüber beratschlagen wie wir das nächste mal,
ein weiteres Mal,
unbeschadet davon kommen könnten.
Doch am nächsten Tag hiess es wieder

"Attention les caillous"

Warum wir das beim wegrennen auf Französisch schrien?
Wahrscheinlich,
 weil wir das immer vor dem Angriff zu hören bekamen.
Nämlich jedes mal dann,
 wenn wir das Gebäude,
 wo mein Bruder in den Kindergarten
 und ich in die 1.Klasse gingen,
 verliessen.
 
Wir waren unlängst von der Nordwestschweiz
in die *französische Schweiz gezogen.
Natürlich ohne Freunde
und noch schlimmer ohne die Ortsansässige Sprache.
(Dieser Ort ist Zweisprachig,
so auch der Schulstoff
 doch die Hauptsprache ist Französisch)
Unser Schulweg zirka 30 Minuten,
(im Winter 45 oder mehr)
war zumindest in einem Drittel,
 zur Kampfzone erklärt worden.
Nicht von uns!
Nein!
Eine Gruppe von Jungs,
etwa im selben Alter wie wir oder auch ein bisschen älter,
hatten beschlossen einen Krieg gegen uns zu führen.
 
Ich erinnere mich ganz genau als der erste Stein flog.
Wir durchquerten gerade das Schultor
 und betraten den Gehweg.
Plötzlich gab es einen dumpfen Schlag.
Mein Bruder fasste sich an den Kopf
und kurz darauf rann ein kleines Blutrinnsal,
 zwischen seinen Fingerchen hervor.
Ich gab ihm mein Stofftaschentuch,
dass er auf die Wunde drückte
und dabei begannen wir weinend und schreiend zu rennen.
Wir rannten und rannten....
und die Steine flogen und flogen.
 
Zu Hause wurde die Wunde von den Eltern begutachtet:
"Ach! das ist nur eine kleine Beule,
das ist nicht so schlimm.
Ihr müsst euch halt wehren,
dann hören die schon auf."
Pflaster drauf und gut war.
Für die Eltern...
 nicht für uns.
 
Den Spruch "sich wehren" hörten wir von Mal zu Mal.
Irgendwann hörten wir auf,
 zu Hause davon zu erzählen. 
Dafür stieg die Angst Tag für Tag mehr.
Denn waren es zu Beginn 3 Jungs die uns irgendwo abpassten,
waren es zu Spitzentagen bis zu 12 oder mehr.
 
Die Nonne (Lehrerin) darauf angesprochen,
meinte:
"ihr müsst euch halt anpassen,
dann gibt sich das von selbst."
Als ich ihr die blauen Flecken,
 auf meiner Haut,
 von den Steinen verursacht zeigte,
zuckte sie die Schulter und drehte sich ab. 
 
Anpassen?
Einer der Steine werfenden Jungs schrie uns einmal zu:
"Ihr gehört nicht hierher,
Ihr sprecht unsern Dialekt nicht und kein Französisch"
Ach! das war es.
Doch dieses Problem liess sich nicht so einfach über Nacht lösen.
 
Doch irgendwann schickte uns der liebe Gott,
davon waren wir überzeugt,
jemanden.
 
Er war einen Kopf grösser als wir,
kräftig gebaut und nannte sich Otto.
Warum plötzlich Otto in unserer Geschichte stand...
 weiss ich nicht mehr.
Woher er kam - keine Ahnung!
Er war einfach da!
 
Otto hatte den selben Nachhause Weg wie wir.
Besser gesagt in etwa der Hälfte,
 nach der kleinen Brücke musste er abbiegen.
Er marschierte wacker mit uns mit.
An diesem ersten Tag mit Otto blieben die Steine aus.
Wir konnte es nicht glauben.
Einmal einen Tag ohne rennen und ohne Beulen.
 
Am zweiten Tag jedoch flogen die Steine wie gewohnt.
Wir rannten auch wie gewohnt.
Dieses Mal jedoch Otto mit.
Am 3. Tag erklärte uns Otto:
"Die tricksen wir jetzt aus,
ihr müsst mir einfach folgen."
 
Das taten wir dann auch.
Otto - Ortskundiger als wir,
kannte verschiedene Schleichwege.
Doch nach kurzer Zeit,
hatten das auch unsere "Gegner" erkannt
und passten uns dort ab,
wo Otto sich von uns verabschieden musste,
weil sein Nachhauseweg sich von unserem Abzweigte.
 
Eines Tages wartete Otto strahlend vor dem Schultor auf uns,
und erklärte in seinem breiten Walliser Deutsch:
"Ich hab eine Idee und hab das Gestern getestet.
Ihr braucht dafür 5 Minuten länger.
Das macht doch nichts oder?"
dabei klopfte er meinem Bruder auf die Schulter 
und mich hielt er bei der Hand.
"Ihr könnt ganz ruhig bleiben"
sagte er und zwinkerte dabei mit den Augen.
 
Otto war unser Held!
 
Wir gingen mit ihm mit.
An der kleinen Brücke vorbei.
Dort sahen wir an einer Hausecke,
 die verdutzten Gesichter unserer Widersacher. 
Denn anstatt rechts unseren üblichen,
Den fliegenden Steine Weg zu gehen,
führte uns Otto links auf seine Nachhause Route.
 
"Vertraut mir!"
sagte er
Das taten wir.
Nach wenigen Metern standen wir vor einem riesigen Fabrik Gebäude.
"Das gehört meinem Papa und eines Tages mir."
sprach und trat mit uns durch einen Lieferanten Eingang.
Im Inneren riesige Kessel, Männer, Lärm und kleine Gabelstapler.
Dort bewegten wir uns mit Hilfe von Otto hindurch
und irgendwann gingen wir durch einen kleinen Ausgang ins Freie.
"So"
sagte Otto mit roten Wangen und strahlenden Augen
"Nun müsst ihr keine Angst mehr haben,
einfach da gerade aus,
dann kommt ihr in eure Strasse,
zu eurem Haus."
 
Und so war es auch!
 Otto meinte:
"ich weiss nicht ob das für immer so klappt,
falls nicht..."
dabei stellte er sich stolz hin
"ich hab noch einen grossen Bruder,
der ist mir noch einen Gefallen schuldig."
lachte und verschwand mit einem
"Ciao Freunde"
durch die kleine Tür.
 
Wir taten einen tiefen Atemzug,
so als hätte man uns nach 100 Jahren in die Freiheit entlassen.
Packten uns an den Händen
und sprangen,
diesmal vor Freude,
 nach Hause.
 
Wir wissen nicht ob es dieser neue Nachhause Weg war,
den wir nun viele Wochen benutzten,
oder der unsichtbare grosse Bruder von Otto.
Auf jeden Fall,
 war nach Monaten der Torturen,
 diese Hetzjagd endlich Geschichte.
 
Otto blieb bis zu unserem Wegzug,
 nach 4 Jahren unser bester Freund.
 
Unendlich viele Jahre später,
wir hatten Otto nie mehr wiedergesehen,
sass ich spät Nacht am TV.
Zappte etwas rum und blieb auf einem Sender hängen,
der ein Portrait eines sehr umstrittenen Politikers zeigte.
Es wurde über seine Jugend,
sein Elternhaus und seine Pläne in der Politik gesprochen.
 
Es hätte mir gleich auffallen sollen.
Die Zahnlücke, der grosse lange Mann
mit provokanten Ideen und wie er sprach...
Otto!
Vielen Dank für deine Hilfe!